Erstmals 1215 bei einem Kärntner. // PLURAL -en ist abgängig! [ von Koschutnig am 2011-07-18 17:09:51 ]
Ob der Sänger-Dichter Heinrich von dem Türlin schon Fußball spielte mit Eckball und Eckstoß und ins kurze/lange Eck kickte? Oder war er gar an der Geometrie interessiert - vom Dreieck bis zum Vieleck? Da hapert's allerdings mit dem spez. österr. Plural
Ecken "das Eck" ist süddeutsch und österreichisch gleichberechtigter deutscher Standard, keineswegs Dialekt, wie die im Norden zu glauben belieben, es gilt jedoch heute als Nebenform (im Norden verloren oder mittelniederdeutsch nicht vorhanden). Sonst gibt's das Eck fast nur noch in geographischen und Personennamen (-eck, -egg) sowie eben in Dreieck, Viereck, Vieleck etc. und in Zusammensetzungen wie Eckbank, Ecksitz, bes. im Ballspiel: Eckball, Eckstoß und Wendungen wie ins kurze/lange Eck.
Mittelhochdeutsch stehen das Femininum 'diu ecke' und das Neutrum 'das eck' nebeneinander; altnordisch: 'egg', angelsächsisch 'ecg', dän. 'eg(g)' niederländisch 'eg' und 'egge'.
Abgeleitet sind beide Formen von einer indogermanischen Wurzel *ak- (=scharf, spitz, kantig) > ahd. *agjo. Das J der Folgesilbe bewirkte i-Umlaut von a > e („Primärumlaut") zu ahd. 'ecka'