Mir bekannt in der Variante: [ von JoDo am 2007-08-31 20:06:54 ]
"Den Waschtrog eindechteln"
Und das ging so:
Obwohl ich in der Stadt aufgewachsen bin, wurde bei uns noch bis spät in die Sechzigerjahre die Wäsche in der Waschküche gewaschen. Nicht in einem offenem Kessel, dafür gab es eine halbautomatische gaselektrisch betriebene "Waschmaschine" - ein Ungeheuer von einem Ding, in der Kubatur ungefähr ein Kubikmeter, mit Gasheizung und einem Elektromotor. Die musste händisch ein und ausgeschaltet werden, was einiges Fingerspitzengefühl verlangte.
Vorher jedoch wurde die Wäsche ganz klassisch • eingeweicht, gebürstet, geschrubbt, gerubbelt, und zwar in einem Waschtrog.
So - jetzt kommt´s:
Der (Waschtrog) bestand aus Fichtenbrettern und musste am Vorabend des Waschtags "eingedechtelt" werden. Das heißt folgendes: Bei Nichtbenützung trocknen die Holzbretter aus und halten nicht dicht. Daher war es die vornehmliche Aufgabe meines Vaters, das Eindechteln des Waschtroges vorzunehmen, ein Unterfangen, das gut und gerne mehrere Stunden in Anspruch nahm. Man befüllte den Trog immer und immer wieder mit Wasser, solange, bis sich das weiche Holz gut genug "angesoffen" hatte um dichtzuhalten, ein wohl mühseliger Vorgang, dem sich mein Vater trotzdem hingebungsvoll gewidmet hat, ... , da muss es im Keller noch etwas anderes Interessantes gegeben haben ...