Brein [ von Koschutnig am 2008-10-21 18:41:34 ]
war zunächst eine Grütze, gewöhnlich aus dem Alltäglichsten, der Hirse (in alten Märchen, ist immer wieder vom "Hirsebrei" die Rede, z.B. Grimms "Der süße Brei". ) In Kärnten und der Stmk. gibt's/gab's jedoch auch den Hadnprain aus Buchweizenmehl)
"Brein" wurde dann auch für die Hirse selbst verwendet (so wie jetzt "Gulasch" auch fürs rohe Fleisch oder "Polenta" auch für Maisgrieß und Maismehl).
Mit dem Verschwinden der Hirse erfolgte Übertragung auf den Gerstenbrei und auf die Gerste selbst [s.ÖWB:
"mda.: Gerstenbrei, || † für Hirse(brei)"]. Daher die zweite Eintragung.
I.A. ein männliches Substantiv, so auch ÖWB und DUDEN, es taucht aber auch die feminine Form auf: "die klassische Brein" (s. http://www.ichkoche.at/breinwurst-rezept-2347 )