Österreichisch - Deutsch : Brotlad - Mund

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Österreichisch - Deutsch : Brotlad - Mund


Österreichisch :

Brotlad , die

Aussprache :

Broudlod

Deutsch :

Mund

 
Eingereicht von :albertusmagnus ( Region : Graz(Stadt))
Eingereicht am :2010-01-26 11:59:10
Verwendung :ugs
 
Kategorien :Humorige Bezeichnungen


Kommentare
Dürfte wohl das Stammwort [ von albertusmagnus am 2010-01-26 12:01:02 ]
der "Broudl" sein.
Von deutscher Schnauze: "der Brotladen" [ von Koschutnig am 2010-01-26 13:24:35 ]
"Ach, halt den Brotladen, dummes Stück. Die bulemischen, augenbrauengezupften, eingedieselten, doofgeföhnten Hühner, auf die deinesgleichen ..." -
Posting zu:
"Schwule schmachten nach Cristiano Ronaldo"
Von: www.queer.de/
Anm.: engl. "queer", Slang = "schwul; Homo"
"der Brotladen" [ von Koschutnig am 2010-01-26 19:32:01 ]
bei Ganghofer, 1914:
"Hätt ich Eigengut und wär ein Erbrechter, so dürft ich in der Gnotschaft mitreden und müsst nit allweil das Maul halten."
"So?" Der Spießknecht wurde heiter. "Erbrechter werden? Und den Brotladen aufreißen? Und wider die Herrschaft schreien? Und da soll ich helfen dazu?"

Aus: Ludwig Ganghofer: "Der Ochsenkrieg" (1914), 2. Kapitel
http://www.wissen-im-netz.info/literatur/ganghofer/ochsenkrieg/02.htm
@Koschutnig [ von albertusmagnus am 2010-01-26 19:34:40 ]
Dann dürfte durch den Tourismus der Ausdruck gen Norden gewandert sein,
vielleicht ist er auch von dort zu uns vorgedrungen, jedenfalls erscheint er
mir als Ursprung für Broudl denkbar.

Inzwischen durch das Ganghofer-Zitat überholt, gibt es zumindestens einen
bayerischen literarischen Beleg, ich kann leider nicht mit einem österreichischen
aufwarten, kann nur auf meinen Sprachgebrauch verweisen!
@albertusmagnus: Trag doch deine(n ??) "Broudl" auch ein! Originell! [ von Koschutnig am 2010-01-26 19:44:36 ]
Noch mehr deutsche Brotläden:
Franz Johannes Heinrich Schröder: "Mund: Rand, Klappe, Schanbel, Fresse, Gusche, Flabbe, Schnute, Futterluke, Futterklappe, Brotladen, Speiseritze, Freßspalt" in: Germanisch-Romanische Monatsschrift Bd.8/9, Carl Winter-Verlag, Heidelberg 1920, S. 51:

Karl Albrecht: "Die Leipziger Mundart": "Die Gusche: pöbelhaft für Mund Maul ... Rachen, Labbe, Brotladen, Schnute..." Verlag Arnold, Leipzig 1881 S.127

" ... kann also mit dem volkstümlichen deutschen Brotladen für Mund und dem volkstümlichen franz. baraque, boite verglichen werden...
in: "Volkstum und Kultur der Romanen", Band 4-5, hg. v. Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung, Universität Hamburg, Verlag Hansischer Gildenverlag Friederichsen und de Gruyter & Co., Hamburg-Berlin 1940, S. 232
@Reinerle: Da war ein "s.dort"! - Hast du darauf den Kommentar "Deutsche Schnauze" angeschaut? Ich werde Wortnutzungskommentare (evtl. mit Verständigung) auch weiterhin verbessern. LG. [ von Koschutnig am 2010-01-27 09:42:24 ]
Und nun österreichische männliche "Brotläden"
Aus Wien:
"Brotladen - brōdlo´n (m.)-Mund"
In: Wolfgang Teuschl: "Wiener Dialekt Lexikon" Residenz-Verlag, Salzburg 2007, S.67

Und aus Tirol: "Brotladen = scherzhaft für Mund"
Karl Schönherr: Gesamtausgabe, Bühnenwerke, Band 1, Kremayr & Scheriau, Wien 1974, S. 871

U N D
«„Der Siml is nit so dumm, wia er ausschaut!" nickte der Burgstaller boshaft. Er weiß ganz guat, wie´s ihm bei dir ging, Hausrainer!" -„Halt nur d u dein Brotladen"! gab ihm der Hausrainer zurück.»
Aus: Peter Rosegger: "Heimgarten", Bd. 31‎ (1907) S. 825

Beurteilungen
2010-01-26 18:52:03(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=0: Bekanntheit=0%
   bekannt nur in der ugs. "dt " Form "halt den Brotladen!"
Brotlad

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