Deutsch - Österreichisch : Seelenzopf, Allerseelenzopf, Allerheiligenzopf, Seelenspitze, Seelenbrot, Seelenwecken, oder Allerseelenbreze - Allerheiligenstriezel

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Deutsch - Österreichisch : Seelenzopf, Allerseelenzopf, Allerheiligenzopf, Seelenspitze, Seelenbrot, Seelenwecken, oder Allerseelenbreze - Allerheiligenstriezel


Österreichisch :

Allerheiligenstriezel , der , -s , --

Deutsch :

Seelenzopf, Allerseelenzopf, Allerheiligenzopf, Seelenspitze, Seelenbrot, Seelenwecken, oder Allerseelenbreze

 
Eingereicht von :Koschutnig ( Region : Klagenfurt(Stadt))
Eingereicht am :2012-01-06 17:45:16
Verwendung :ugs
 
Kategorien :Zwischenmenschliches


Kommentare
Germ-/Hefegebäck in Zopfform, [ von Koschutnig am 2012-01-06 17:47:31 ]
das in Österreich und Bayern die Tauf- bzw. Firmpaten zu Allerheiligen ihren Patenkindern schenk(t)en.
"Der große geflochtene Allerheiligenstriezel war das Patengeschenk für das Godenkind" http://tinyurl.com/6ojo2mn

Der Seelenzopf ist ein altes Form-, Brauchtums- und Kultgebäck, das früher nur an Allerseelen (02.11.) gebacken wurde. Man verschenkte ihn oft an die so genannten „Seelenleute", also Bedürftige wie arme Leute und Kinder. Jedes „Vergelt´s Gott“ für diese Spende erlöste nach altem Glauben eine Seele aus dem Fegefeuer.[...] Heute ist die Tradition, den Allerseelenzopf zu verschenken, leider weit gehend in Vergessenheit geraten. Der Zopf ist aber nach wie vor ein sehr beliebtes Gebäck. http://tinyurl.com/8y4tyrzs.a. "Striezel" http://nepp.ostarrichi.org/wort-658-reise-at-Striezel.html
Das übliche "Germstriezel" - http://nepp.ostarrichi.org/wort-11407-reise-at-Germstriezel.html - ist ein Pleonasmus, da der Striezel ja immer ein "Hefegebäck" ist.
Mit dem Spruch: [ von JoDo am 2012-01-06 18:35:48 ]
"Feda und Basl i mecht enk aa schee bid´dn um an Haalignstriezl" gingen früher einmal Kinder von Haus zu Haus und baten um Süßes. ... Erinnert uns das nicht an das andere gleichzeitig stattfindende neuheidnische Brauchtum - wie heißt es doch bloß?
"Haligenstrizl" hießen in der Steiermark "die kleinen, rundlichen Laibln aus Brotteig". [ von Koschutnig am 2012-01-06 18:41:47 ]
Der große geflochtene Allerheiligenstriezel war das Patengeschenk für das "Godenkind".
Nach der Geburt eines Kindes bekam die Mutter von der Patin einen beinahe meterlangen geflochtenen Striezel, aufgeputzt mit Vogerln, Ringerln, Sträußerln und Herzerln aus Teig.s. http://www.vulkanland.at/de/kulinarik-steiermark/mahlzeiten/
In allen ländlichen Gegenden [ von Bilgelik570 am 2012-01-13 17:29:12 ]
in Deutschland und Österreich in diesem Sinne in Gebrauch, Kenntnis und Nutzung
In entsprechender Zeit (Allerheiligen) kommerzielle Bezeichnung im Laden.
Kein spezifisch für Österreich,zumal es vom Wort selbst her
reinstes Deutsch ist.
Du meinst, dein eigenes "Osterstriezel" ist unreinstes Deutsch? [ von Koschutnig am 2012-01-13 18:17:44 ]
Kannst du nicht endlich vernünftig benehmen?
Nach Peter Rosegger auch ein "Armenbrot" [ von Koschutnig am 2012-01-13 18:58:57 ]
Auch eine andere Verwendung fand der "Striezel:
Das sogenannte "Armenbrot", das alle Bauernhäuser als Allerheiligenstriezel ohne Wahl verteilten, gehört nebst vielen anderen Zügen zu den schönen Menschlichkeiten des Landlebens,... (Aus: Theodor Kappstein: "Rosegger", Stuttgart 1904, S. 83 - http://tinyurl.com/76qkpqa )

...und selbst das Kind, das die Mutter auf dem Rücken schleppt, trägt sein Säckchen, sein Körbchen. Sie kommen an's Haus, sie stehen an der Türschwelle, sie grüßen mit dem vielstimmigen Rufe: "Bitt gar schön um einen Allerheiligenstritzel!" Da wird getheilt, und Jedes bekommt sein Laibchen - das Kind wie dewr Mann. (S. 375)
..mögen thu' ich schon was," sagt der Barthel-Bub.Da giebt es ihm den Allerheiligenstritzel vor, und wird ganz roth dabei; und er greift an und schnappt seinen Taschenveitel auf, und zieht mit der Spitze ein Kreuz über den Laib, daß der recht ausgeben möge.[...] Der Allerheiligenstritzel ist angeschnitten. Das Hingeben und Angänzen des Allerheiligenstritzels bedeutet mitunter was. Das Mägdlein und der Bub halten jetzt zusammen, genießen mitsammen den Stritzel, bis er gar wird und bis das nächste Jahr wieder einen neuen bringt.(S. 378) Aus: Rosegger, "Das Volksleben in Steiermark in Charakter- und Sittenbildern", Leipzig 1905, S. 375 - 378
Beurteilungen
2012-01-06 18:31:35(Wien 18.,Währing): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2012-01-13 17:25:53(Hollabrunn): Qualität=-2: Bekanntheit=-100%
   Da ich nix deitsch versteh und mir auch mein Migrantenhintergrund vorgehalten wird, kann ich ja beruhigt dementsprechend werten.
2012-05-11 14:25:33(Horn): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
Allerheiligenstriezel

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