Wimpassing an der Leitha ist eine Gemeinde im
Burgenland im
Bezirk Eisenstadt-Umgebung in
Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist ''Vimpác''.
Geografie
Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland an der Grenze zu
Niederösterreich nahe der Landeshauptstadt
Eisenstadt. Wimpassing an der Leitha ist der einzige Ort in der Gemeinde.
Geschichte
Funde aus der
Jungsteinzeit deuten auf eine prähistorische Siedlungsgeschichte hin.1587 wurde von den
Franziskanern in Wimpassing ein Kloster gegründet, in dem im letzten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts einige deutschsprachige Drucke erschienen, wie der "''Psalter von Wimpassing''" (1593)
[bibeln-online.de [http://bibeln-online.de/Mambo/index.php?option=com_content&task=view&id=23&Itemid=54 Deutschsprachige Bibelausgabe bis 1599]] und andere religiöse Werke.
[Országos Széchényi Könyvtár, Budepest: [http://mek.oszk.hu/03300/03301/html/bgkvti_4/bgki0437de.htm Neu entdeckte Druckwerke aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die auf dem Gebiet des heutigen Burgenlandes hergestellt wurden]] Seit 1628 wurde das Kloster von den
Minoriten genutzt und 1787 unter Joseph II. zunächst aufgehoben. Wimpassing an der Leitha gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu
Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der
Magyarisierungspolitik der Regierung in
Budapest der ungarische Ortsname Vimpác verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch
Geschichte des Burgenlandes).1929 kam der Krankenpflegeorden der
Kamillianer nach Wimpassing und nutzt seitdem das ehemalige Franziskanerkloster.
Politik
Die ÖVP stellt mit Josef Wolowiec den Bürgermeister. Die Mandatsverteilung (15 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 4, ÖVP 9, FPÖ 2, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Nahe dem ehemaligen Franziskanerkloster mit seiner Wehrmauer aus dem 16. Jahrhundert befindet sich auf einer Anhöhe die
barocke Pfarrkirche, die 1723 erbaut wurde. Deren Hochaltar stammt aus der Zeit um 1780 und weist zwei große Engelsfiguren auf. Zwischen 1784 und 1939 befand sich in der Kirche das ''Wimpassinger Kreuz'', ein bedeutendes Kulturdenkmal, das ursprünglich in der
Wiener Minoritenkirche aufgestellt war. 1939 wurde das Kreuz zu Restaurierungsarbeiten nach
Wien gebracht und verbrannte 1945 im Stephansdom. Dort befindet sich heute eine Kopie des Kreuzes. Aus dem 17. Jahrhundert ist in Wimpassing an der Leitha eine Dreifaltigkeitssäule erhalten. Die neugotische Bründlkapelle wurde 1877 erbaut. Durch Wimpassing führt der Leitha-Fahrradweg.
Persönlichkeiten
*
Christian Thonhofer, österreichischer Fußballspieler
Vereine
Wimpassing ist auch für sein aktives Vereinsleben bekannt, denn nicht weniger als zwölf Vereine kann dieser Ort sein eigen nennen. Unter anderem gibt es den Sportverein Wimpassing (SVW, gegründet 1926), die Freiwillige Feuerwehr und einen Tischtennisverein; ebenso den Pensionistenverband, den Seniorenbund, den Elternverein, die Chorgemeinschaft, den Allsport-Club, den Biker-Club B16, den Reit- und Fahrverein Leitha Au, Reit- und Fahrverein Wimpassing (welcher den amtierenden Landesmeister im Gespannfahren stellt), wie auch die Kinderfreunde Wimpassing. Bekannt ist auch der Tennisverein Wimpassing.Auch die Jagdgesellschaft, die Bücherei Wimpassing, die Stiftung Kinderheim und der Pfarrgemeinderat sollten hier Erwähnung finden.