Haidershofen ist eine Gemeinde im
Bezirk Amstetten in
Niederösterreich.
Geografie
Haidershofen liegt im
Mostviertel in Niederösterreich an der Grenze zu
Oberösterreich nahe der Stadt
Steyr.Die Fläche der Gemeinde umfasst 31,99 Quadratkilometer. 14,37 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Katastralgemeinden sind Vestenthal (Sitz des Gemeindeamtes), Haidershofen, Brunnhof, Dorf an der Enns, Sträußl und Tröstlberg.
Geschichte
Die Gründung der Siedlung Haidershofen beruht auf einer planmäßigen Anlegung einer "Festungslinie" durch bayrische Hoch
adelige, mit Namen "Haderich" (Haderico, Hadericus, Hadrer) kurz vor 1000 n.Chr., worauf sich der Ortsname "Haidershofen" erwiesenermaßen ableitet. Diese Haderiche waren "ritterliche Kämpfer & ausgebildete Strategen" des Kaisers und der Markgrafen. Der Name "Haderich" steht für Verteidiger bzw. Verteidigung (von "hadern", ringen, kämpfen" kommend). Haidershofen besitzt noch die
Festung der Haderiche an der
Enns (Fluss) und den klingenden Namen "Vestenthal" (Festungstal) gleich in nächster Nähe.
Besonderheiten
Die organisierte Feuerwehr (FF- Haidershofen) gibt es seit 1. Juni 1894.Gründung des Musikvereines Haidershofen im Jahre 1884.Die Spar- und Darlehnskassenverein Haidershofen (heute
Raiffeisengenossenschaften in Österreich) wird am 1. März 1902 gegründet.
Politik
Bürgermeister der Gemeinde ist Manfred Schimpl, Amtsleiter Christian Perndl.Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2005 bei insgesamt 23 Sitzen folgende Mandatsverteilung:
ÖVP 16,
SPÖ 6, Grüne 1, andere keine Sitze.
Sehenswürdigkeiten
Das Schloss Dorf an der Enns wurde im 17. Jahrhundert erbaut.Die Severinskirche oder heute besser bekannt unter
Pfarrkirche Haidershofen ist dem Hl.
Severin von Köln geweiht. Der Turm ist rund 1000 Jahre alt, früher stand an der Stelle nur ein Wehrturm (der heutige Glockenturm) in dem heute noch eine eiserne Kanonenkugel der Franzosen steckt, durch Anbau eines
barocken
Kirchenschiffes wurde er zu einem
Glockenturm umfunktioniert.
Wirtschaft und Infrastruktur
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 115, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 156. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1585.