4.7 stars - 67 reviews5

gach : schnell


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gach

schnell


Art des Wortes: Adjektiv

Erstellt von: Russi am Oct.2002

Gebrauch:

Ähnlich klingend:      
Koch
+4
   
gach
+4
                       
gach
+4
           
gach  
+51
 

Links: Österreichisches Wörterbuch : gach V W

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Bekanntheit

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Bewertungen (68)



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Schau gach amoi her.
Sieh bitte schnell her.
von Russi am Oct.2002

 
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An Gaachn haben/kriegen
Ich hätte das mit "einen Jähzornanfall haben/bekommen) übersetzt.
von Brezi am Apr.2007

 
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Brezi liegt ebenfalls völlig richtig - die Grundbedeutung ist plötzlich, s. a. Eintrag gaach.

Daher heißt "an Gaachn ham/kriagn" wörtlich: "einen plötzlichen haben/kriegen" (einen Wutanfall).
von joeditt am Jan.2008

 
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Gaach heißt im Pinzgau schnell,
obwohl "an Gaachn kriagn" schon mit einem Jähzornausbruch gleichzusetzen ist.
Für "plötzlich" haben wir eigentlich kein eigenes Dialektwort.
von system02 am Jan.2008

 
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Nimmt man's genau
kommt nicht 'gach' von 'jäh', (und nicht 'zach' von 'zäh') sondern umgekehrt: 'gach' ist die ältere Form.
Unser gewachsener Dialekt gibt sehr häufig einen alten Sprachstand wieder.
Die meisten "stummen H" waren einst gesprochen ("gutturaler Reibelaut" [X]") und wurden unter "Ersatzdehnung" des Vokals stumm (mittelhochdeutsch 'gach' und 'ga' nebeneinander), sodass man das "-h-" als "Dehnungs-h" auch in Wörter einfügte, wo es historisch nie gewesen war (z.B. 'Stuhl')

[j ] in 'jäh' ist norddeutsch wie 'janz jut'
"ä" (Jagatee, Kasnudeln) wurde im 19. Jh. in Österreich offiziell als [a:] ausgesprochen, Graz wurde "Grätz" geschrieben. (s. "Windischgrätz")
Interessant ist gegenüber "jäh" (= unvermittelt) jedoch die zusätzliche österr. Bedeutung von "etwa, vielleicht, u.U.":
2008-08-05 08:55:58(Fürstenfeld):
"Bei uns heißt 'gach' schnell, wird aber auch anders verwendet. z. B.: 'gach verlierst as no!' Meist sind das Überlegungen und dergleichen..."
'gàch amól; gach dó net; warst gach selber durt?'
von Koschutnig am Jan.2009

 
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"gach" und "jäh" sind die etymologisch gleichen Wörter, aber in verschiedenen mundartlich Varianten, "gach" ist "hochdeutsch", "jäh" ist "niederdeutsch"; durch Martin Luther ist "jäh" zum Standard geworden (so KLUGE)
von heinzpohl am 21.May.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.