2.5 stars - 6 reviews5

hinkünftig : künftig, zukünftig


0

hinkünftig

künftig, zukünftig


Erstellt von: Koschutnig am May.2008

Links: Österreichisches Wörterbuch : hinkünftig V W

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

  


Bekanntheit

Ab zehn Bewertungen erstellen wir eine Karte Österreichs mit der Bekanntheit des Wortes. Du kannst Dir aber die aktuelle Karte ansehen.

Bewertungen (7)



-4
Massive Funde auf deutschen Seiten..Unter
http://tinyurl.com/nqdw932
eine zwölfseitige Auswahl zum Beleg des Betreff
Somit nicht spezifisch für Österreich und Abwertung
LiGrü Cubitus
von Cubitus am Jan.2014

 
+4
Massive Funde auf deutschen Seiten?
- http://tinyurl.com/nqdw932 weiter: - http://www.duden.de/rechtschreibung/hinleben weiter:- http://www.duden.de/rechtschreibung/hinkuenftig"
hin­künf­tig

Wortart: Adjektiv

Gebrauch: österreichisch"Außerdem auf diesem Link- http://tinyurl.com/nqdw932 = http://www.directupload.net/file/d/3508/qqwenj93_pdf.htmweiter: - http://www.swp.de/ulm/nachrichten/vermischtes/Katastrophale-Trefferquote;art4304,1275852""Die Uranus-Pluto-Verbindung lässt hinkünftig vermehrt auf Vulkanausbrüche und Erdbeben schließen", sagte die österreichische Astrologin Susanne Eder voraus." Auch auf deutschen Seiten findet sich manche Quelle, die ursprünglich österreichisch ist.Bei Retti finden wir weitere Angaben zum Wort:- http://tinyurl.com/q98npktDanach ist hinkünftig in Österreich deutlich bekannter und wird sowohl mündlich als auch schriftlich deutlich häufiger genutzt. Die Abwertung sollte noch einmal überdacht werden.LG Compy

von Compy am Jan.2014

 
+2
Übrigens,
den in meinem ersten Kommentar angegebenen Link zum Restless-Legs-Syndrom fand ich ursprünglich auf einer deutschen Seite.
von Compy am Jan.2014

 
0

In der Cubitus-Sammlung von deutschen Seiten findet sich so "Undeutsches" findet wie
* die Volkspartei Lanzendorf in der Region der Buckligen Welt (xobor.de)
* der Klagenfurter "Verein Innenhofkultur" (Web2.cylex.de)
* ein Villacher Reisebüro (euroweb-internet.de)
* 2x (!) zwei österr. Ministerialräte mit einem Buch im LexisNexis-Verlag -„ das Erbe der österreichischen Traditionsverlage ARD und Orac“ – (beide Male amazon.de)
* 4x (!) dasselbe Zitat einer österr. Astrologin (sueddeutsche.de , swp.de/ulm/, rp.online.de, und der Satz ist wörtlich auch in focus.de)
* 5x (!) mindestens ein BawagPSK-Text mit versch. Überschriften von linguee.de
* die ÖBB-Vorteilscard als Diskussionthema (vielfliegertreff.de)
* die süße Außerfernbahn (pro-bahn.de)
* 2x Burgenlands LH Niessl, der auf der Landeshauptleutekonferenz in Wien zitiert wird (european-news-agency.de und gr.en-a.de)
* und absurderweise wird als Beweis für deutsche Verwendung
gleich 4x (!) ausgerechnet auf den Duden-online-Eintrag verwiesen, wo dort zu dem Wort doch „Gebrauch: österreichisch“ steht, wie ja bereits Compy anmerkt (und was die DUDEN-Leute nicht täten, würden sie das Wort selber noch verwenden)
usw. usw. –

Seine überbordende Begeisterung hätte der enthusiastische Sammler also wirklich beträchtlich dämpfen sollen!
Masse ersetzt nicht Qualität, und
eine Kontrolle von "Funden" empfiehlt sich, will man sich nicht blamieren!

Insgesamt ist es allerdings doch auch sehr tröstlich zu erfahren, dass es auch jenseits unserer Grenzen eine Anzahl von Verwendern dieses Wortes gibt, Narren, die meinen, sich ebenfalls dieser barockschwulstig grässlichen Wortbildung „hinkünftig“ immer noch oder erneut bedienen zu müssen, wollen sie dem natürlich ohnehin unerreichbaren österreichischen Kulturniveau etwas näherrücken.Nur schad', dass bei der Auswahl der "wirklich kleinen Auswahl" gar so schludrig gearbeitet worden ist.
von Koschutnig am Jan.2014

 
-4
@Compy und Mitleser http://tinyurl.com/qdx8bb7

von Cubitus am Jan.2014

 
0
@Cubitus, vielen Dank für Deine Ausführungen.
Meiner Meinung nach weisen massive Funde nicht unbedingt auf eine massive Verwendung hin. Sie zeigen nur, dass das Wort wohl verstanden wird bzw. zumindest bekannt ist.Zur Beurteilung: hier muss ich sagen, dass mir die Kriterien im Einzelnen leider nicht bekannt sind; ebenso entzieht sich meiner Kenntnis welche Wertigkeit dabei das Spezifische bzw. Nichtspezifische hat. Es ist nicht meine Absicht zu verlangen, dass andere meine Meinung teilen. Im Gegenteil bin ich daran interessiert, auch andere Ansichten kennen zu lernen. Und lernfähig sind wir doch alle. Dass hinkünftig auch in Sachsen verwendet wurde, hast Du ja hinreichend belegt. Warum das - wie Du schreibst - möglicherweise importierte hinkünftig heutzutage vorwiegend in Österreich zu finden ist, das bleibt unklar.Ein möglicher Ansatz ist die Entwicklung der deutschen Schriftsprache allgemein, die ja vor allem mit der Erfindung des Buchdruckes und Luthers Bibelübersetzung einen deutlichen Schub bekam. Die sich herausbildenden Kanzleisprachen trugen zur Vereinheitlichung der deutschen Sprache bei. In Österreich war zunächst die Maximiliansche Kanzleisprache, eine frühe neuhochdeutsche Schriftsprache, von Bedeutung. Aus dieser entwickelte sich später unter dem Einfluss der Prager Kanzleisprache und vor allem der obersächsischen (meißnisch-dresdnerischen) Kanzleisprache, bekannt als Meißner Kanzleideutsch - das in Luthers Bibelübersetzung eine Rolle spielte - die Wiener Kanzleisprache.Die von Dir, Cubitus, angeführten sächsischen Textbeispiele sind allesamt in dieser - für heutige Begriffe - geschraubten Weise der Kanzleisprache geschrieben und gedruckt worden. Das Wort hinkünftig gehört auch dazu.LG Compy
von Compy am Jan.2014

 
0
Ausgelöst durch folgenden zufälligen Fund aus dem Jahr 2008, der das österr. Fortleben des rechtssprachlichen Wortes im Gegensatz zu Deutschland zeigt, war während der langen "Verbannung" des Eintrags (s. Bewertung 0, Juni 2015) ein - mittlerweile durch einen anderen Eintrag ersetzter - Ersatzeintrag erfolgt :
Die Ablegung der Berufsreifeprüfung – die auch die allgemeine Hochschulreife darstellt – soll hinkünftig zudem an die Stelle der Beamten-Aufstiegsprüfung ( „B-Matura“) treten und diese ersetzen (Anlage 1, Ziffer 2.13 zum BDG).
Quelle: BEAMTENDIENSTRECHT
Zum Ersatzeintrag erfolgte dann vom User Standard folgender Kommentar, den sein Autor selbst mit einem +1 als "hilfreich für Andere" kennzeichnete und der nun hierher zum mittlerweile aus dem Exil erlösten Originaleintrag übertragen wurde:

Das Adverb "hinkünftig" ist österr. Standarddeutsch und bedeutet gmd. "zukünftig" bzw. "künftig".
Standard in ch: inskünftig
(Duden)
von Standard am Jun.2016
----------
+1 von Standard
.
von Koschutnig am 22.Aug.

 


  Anmelden zum Kommentieren






Alooha | Österreichisch | Bairisch | Bayrisches Dialektwörterbuch | Urbanes Wörterbuch | Business Argot | American Slang | Aussie Slang | Sinhala | Ceylon | Jerga Urbana | NLP | Sprachen Lernen | Master | Witze | Emoji DictionaryAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.