2.1 stars - 7 reviews5

damisches / tamisches Aderl : Musikantenknochen, Mäuschen,...


-1

damisches / tamisches Aderl

[ t/d.... ]
Musikantenknochen, Mäuschen, Musikknochen, Narrenbein,


Art des Wortes: Phrase

Kategorien: Humorige Bezeichnungen

Erstellt von: Koschutnig am Nov.2008

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Umgangssprache

Links: Österreichisches Wörterbuch : damisches / tamisches Aderl V W

Dieser Eintrag ist noch nicht Teil des Wörterbuches.

  


Bekanntheit

Ab zehn Bewertungen erstellen wir eine Karte Österreichs mit der Bekanntheit des Wortes. Du kannst Dir aber die aktuelle Karte ansehen.

Änderungen (1)


Bewertungen (9)



0
Auch: "narrisches Beindl"
"närrisches Bein", "geckisch Knüppchen" (im Hunsrück),"funny-bone" in England, in USA auch "crazy bone" - jene Stelle am Ellbogengelenk, wo der Ellennerv dicht unter der Haut beim Knochen unmittelbar aufliegt und wo ein Stoß ein starkes Schmerz- und eigenartiges Kribbelempfinden bis in die sensiblen Enden des Ellennervs in der Haut des kleinen Fingers und der Kleinfingerseite des Ringfingers auslöst. Einfach tamisch!
s.a. ALS!
Der englische Begriff "funny bone" wird gerne als wissenschaftliches Wortspiel mit lat. "humerus" = Oberarmknochen, dessen Ende ja involviert ist, interpretiert; die österr. Bezeichnungen "narrisch" und "tamisch" sind aber doch wohl nicht von Ärzten gebildet worden!

Da "tamisch" weder von 'Dame', noch von 'dämlich' oder 'dumm' kommt, sondern mit 'taumeln' zusammenhängt, schreib ich's gern mit "t-" (in Kärnten gilt ohnehin die "Anlautverhärtung"), setz aber wegen der Suche "damisch" dazu.

Mich würde wirklich interessieren, ob es noch wo so genannt wird. Bisher weiß ich's nur von Kärntnern: eska und Berberitze - s. Kommentarbereich zu narrisches Bein v. März 2017 . Schon am 20. Mai 2008, 18:56, hat's allerdings ein Tiroler Arzt, "Ickle", in den Wikipedia-Artikel zum Nervus ulnaris eingefügt.

Beim hoffentlich erfolgten Beurteilen bitte die Region dazuschreiben, da's wohl noch sehr lang dauern wird, bis eine Karte entsteht - Danke!
von Koschutnig am Nov.2008

 
0
bei uns
einfach nur: "es narrische Boa"
von biba am Aug.2014

 


  Anmelden zum Kommentieren






Links: RusswurmAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.