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Absolutorium : Abschluss- und Abgangszeugnis einer...


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Absolutorium

das
Abschluss- und Abgangszeugnis einer österr. Universität


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Veraltet, Historisch

Erstellt von: Koschutnig am Oct.2014

Links: Österreichisches Wörterbuch : Absolutorium V W

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Bekanntheit

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Duden definiert es: "(österreichisch) Bestätigung einer Hochschule, dass man die im Verlauf des Studiums vorgeschriebene Anzahl von Semestern und Übungen belegt hat."
"abs. iur." fand man bis vor einigen Jahrzehnten vor dem Namen von so manchem gestandenen Juristen, der sich nicht mit dem "Dr." schmücken konnte.
• Da war z.B. der Wiener Polizeipräsident, oftmalige Minister und zweimalige Bundeskanzler Johannes Schober (1874-1932,
"Studium der Rechte an der Universität Wien, abs. iur. 1898"), der 32 Jahre lang „abs. iur.“ war, ehe ihm zwei Jahre vor seinem Tod gleich 3 Ehrendoktorate verliehen wurden.
Quelle: Parlament gv.at

Es gab im titelbesessenen Österreich eigentlich nichts, was einen Gymnasiallehrer oder Juristen als "Gstudierten" kennzeichnete, ehe der "Magister"-Grad, den es ja lange nur für Pharmazeuten gegeben hatte, als akademischer Abschluss-Grad auch für die anderen Studien mit Ausnahme der technischen eingeführt wurde und der dann auch nachträglich (von Juristen ab 1.10.1978) geführt werden durfte, was sich in einem Lebenslauf z.B. dann so sonderbar liest: "1953 Absolutorium der Rechts- und Staatswissenschaften, 1953/54 Gerichtspraxis am BG Kufstein und am LG Innsbruck, 1955 Dr. iur,. 1980 Mag. iur......", was aber erklärt, wieso jemand "Magister" erst nach seinem einschlägigen Doktorat wurde.
von Koschutnig am Oct.2014

 
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»Jurisprudenz, die mit der Ablegung von drei Staatsprüfungen oder - zusätzlich - mit drei Rigorosen abgeschlossen werden konnte. Im ersten Fall war der Absolvent/die Absolventin „abs. iur.“, im zweiten Fall wurde der Grad eines Doctor iuris erworben. Beide Abschlüsse berechtigten zur Tätigkeit im Staatsdienst.«
Quelle: Margarete Grandner, Das Studium der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wen 1945-1955

Als eindrucksvoll gestaltetes Zeugnis der Universität besagte das "Absolutorium" allerdings eigentlich nicht, dass über die "belegten" Lehrveranstaltungen auch irgendwelche positive Prüfungen abgelegt oder gar, dass die Staatsprüfungen bestanden worden waren. Das "Absolutorium" hätte eigentlich auch jeder verkrachte Studiosus schon nach 8 Semestern gegen Bezahlung der Stempelmarke erhalten, so er die Unterschriften der Dozenten bei der entsprechenden Zahl an Vorlesungen im Studienbuch vorzuweisen in der Lage war. Aufgrund des Wortlautes im Absolutorium, "dass der Studierende [...] die Studien den bestehenden Anordnungen gemäß vollendet hat", dürfte so mancher Vater Stolz auf den begabten Sprössling empfunden haben.
von Koschutnig am Oct.2014

 
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nicht nur österreichisch, auch in Polen oder Tschechien (laut wikipedia)
von berberitze am 25.Oct.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

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Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

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Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

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