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na Mahlzeit! : Ausruf unangenehm berührten Erstaunens


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na Mahlzeit!

Ausruf unangenehm berührten Erstaunens


Art des Wortes: Phrase

Kategorien: Gemütszustände, Befindlichkeiten

Erstellt von: Koschutnig am Aug.2016

Links: Österreichisches Wörterbuch : na Mahlzeit!

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Bekanntheit

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Prost Mahlzeit! vs. na Mahlzeit!
Gibt's beides auch jenseits der Grenze, und wenn ja, wie weit? -
Die Antwort auf Teil 1 der Frage gibt die Deutsche Welle:
Prost Mahlzeit! hört man ebenfalls im Alltagsdeutsch, freilich nicht mehr als Höflichkeitsformel. Der Ausdruck dient heute vielmehr als ironischer Puffer, mit dem wir eine unangenehme Überraschung abzufangen versuchen.
Schuld an diesem Bedeutungswandel sind natürlich die Studenten. Teils aus Not, teils aus Übermut erfanden sie vor gut 200 Jahren einen neuen Sport. Sie zogen mittags aufs Land, warteten bis sich der Bauer und sein Gesinde zu Tisch gesetzt hatten, klopften dann ans Hoftor und riefen immer wieder mit jämmerlicher Stimme: Prosit Mahlzeit! – Prosit Mahlzeit! Anfangs klappte der Trick. Die Studenten wurden meist eingeladen und kamen so kostenlos in den Genuss eines warmen Essens. Aber als sich die Sache herumgesprochen hatte, gab es bald nur noch Prügel.
Quelle: Deutsche Welle, Alltagsdeutsch
Na, wenn dem so ist, dass die deutschen Diplomaten die Amerikaner davor warnen, dann aber schnell weg mit dem Eintrag von "Prost Mahlzeit":
Be careful and don’t say “Prost Mahlzeit”! By preceding “Mahlzeit” with the word “Prost“ (“cheers!”, from Latin “prosit” - “may it be beneficial”), you use a very ironic term. “(Na dann) prost Mahlzeit” is an expression for annoyance, disappointment or scepticism: “there you have it”, “this will lead to nothing”, similar to “eine schöne Bescherung” – “a nice how-d’ye-do”. Like the proper “Mahlzeit” itself, this ironic or negative version is already documented in the 19thcentury Deutsches Wörterbuch of the Brothers Grimm.
Quelle: German Missions in the United STates

Halten wir uns also an unser "Na Mahlzeit!":
Das Wort Mahlzeit verwendete meine Großmutter mit Vorliebe zweckentfremdet, und zwar, wenn etwas gründlich danebenging [...] Na Mahlzeit! hieß es da zum Beispiel, wenn es in der Küche erbärmlich stank und die Herdplatte versaut war, weil sie die aufgestellte Milch vergessen hatte. Na Mahlzeit! lautetet ihr Befund, wenn ich ihr mein neuerliches Mathematik-Scheiten beichtete
Quelle: Ludwig Laher (* 1955 in Linz), Überführungsstücke (2016)


p.s.;, Da wird gelöscht und gelöscht und gelöscht und von Diskussionen geredet, ohne dass eine stattfinden könnt. Dazu würd es nämlich mindestens zweier Diskutanten bedürfen. Fremdwörter? Glücksache!
von Koschutnig am 03.Aug.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.