stageln, stagln, schdagln : schwänzen


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stageln, stagln, schdagln

[ šta:gln ]
schwänzen


Art des Wortes: Verb

Tags: wienerisch

Erstellt von: Koschutnig am 06.May.

Links: Österreichisches Wörterbuch : stageln, stagln, schdagln V W

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Bekanntheit

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D’Schui stagln
[…]
Im Falter wurde darüber philosophiert ab welchem Alter man sich wieder eines Dialekts besinnt. Dabei kam auch zutage, dass innerhalb Wiens unterschiedliche Ausdrücke für ein und dieselbe Sache kursieren. Schule schwänzen, da sagt man entweder „stagln“, oder „
stangeln“. Ich kann mich schon erinnern, als ich, die eine Großmeisterin im Schule schwänzen war […] sagte, ich „tu Schulstagln“, da wurde ich ausgelacht. „Man sagt doch stangeln“. Jetzt Lichtjahre danach wurde mir endlich schwarz auf weiß Recht gegeben.
Quelle: Entegutallesgut.wordpress.com

I hob wengan Pfuschen extrem vü Schui gstaglt , desweng Ärger mit da Fürsorge griagt und warad fost in a Heim kumman
Quelle: Fraunz Wean, Facebook
a²zu] b² x HxBxT....wia woa des noamoi??? Sch..sse i hob grod gstaglt wia ma die Rahmengrössenberechnung beim MB durchgenommen haben
Quelle: bikeboard.at
auf jeden fall hat der mit 2 toplustigen maturantinnen, die gstaglt ham, im segafredo geendet.
Quelle: abbler.com
Liebe Frau Andrea,
folgende Frage beschäftigt unsere kleine Schulschwänzgruppe seit kurzem: Heißt das, was wir manchmal machen
Stangln oder Stagln? Und woher kommt dieser Begriff überhaupt? Eine Stange macht doch gar keinen Sinn.
[…]/Aus der Antwort:/
Der Begriff des Schulstagelns, korrekt: schuischdagln, hat nichts mit der Stange zu tun. Das Schdagln bezeichnet eigentlich den kleinen Diebstahl, eine Tätlichkeit, die auch als flauchen, schdessen, schdasseln und schdöön firmiert. Schdagln kommt nach Ansicht führender Viennoetymologen vom italienischen staccare – loslösen, trennen, wegnehmen. Das Schdagln , hier sprechen wir die bundesdeutschen Bildungsimmigranten an, sollte mit langem a ausgesprochen werden, sonst wird es mit dem Schdogln verwechselt, dem Behandeln mit heißem Stahl.
Quelle: Comandantina


vgl. schulstagln
.
von Koschutnig am 06.May.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.