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notionieren : Beanstandung an andere Amtsstelle...


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notioni͟eren

Beanstandung an andere Amtsstelle weiterleiten; mit einer Strafgebühr belegen


Art des Wortes: Verb

Kategorien: Amts- und Juristensprache

Tags: amtssprachlich

Erstellt von: Koschutnig am Dec.2017

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Österr. Standarddeutsch

Links: Österreichisches Wörterbuch : notionieren V W

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Im k.k. Österreich des 19. Jh. wurde allerdings auch ganz anders "notioniert":
Die Polizeibehörden sind angewiesen, jeden Bettler ohne Unterschied einzuziehen; [...] diejenigen, welche von hier nicht abgeschafft werden können [...] sind nach Umständen entweder in das Zwangsarbeitshaus zu notionieren, oder dem hiesigen Magistrate zu übergeben, damit sie [...] als schwere Polizeiübertreter behandelt oder bestraft werden.
Quelle: Johann Borschitzky, Handbuch des österreichischen Strafgesetzes über schwere Polizeiübertretungen (1844)
Die männlichen Zwänglinge aus Tirol waren nach der Statth.-Verord. 18/III 61 L. 25 zur Abgabe nach Graz, und nachdem das Zwangsarbeitshaus in Graz in eine Strafhaus umgewandelt worden war, nach Laibach zu notionieren
Quelle: August Finger, Die Zwangsarbeits- und Besserungsanstalten in Österreich (1897)

von Koschutnig am Dec.2017

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.