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Kreuzzaun : alpenländische Zaunform


-1

Kre͟uzzaun

der, -(e)s, Umlaut + -e
alpenländische Zaunform


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Technische Begriffe

Tags: Kärnten Salzburg Tirol u.a.

Erstellt von: Koschutnig am 01.Feb.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Österr. Standarddeutsch

Ähnlich klingend:                        

Links: Österreichisches Wörterbuch : Kreuzzaun V W

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Der Kreuzzaun war eine altartige, im Lungau auf Almen und an Waldrändern einst sehr häufige Zaunform, die ohne Verwendung von Bändern oder Ringen gezäunt werden konnte. Im rechten Winkel zur Zaunrichtung wurden mindestens fünf verschieden hohe Kreuze gebildet, in die jeweils Fichtenstangen eingelegt wurden.
Quelle: Becker & Gaureck, Führer durch das Salzburger Freilichtmuseum (2002)
Die meisten Bauern halten an den alten, durch Jahrhunderte erprobten nagellosen Holzzäunen fest, dem Ring- und dem Kreuzzaun, welche die Anteile der Bauern an der Dorf„tråttn" scheiden, Feld und Wald und Weg trennen und in den Wäldern versteckt zu den Almen hinaufklettern, die sie dann wie ein Netz überziehen.
Quelle: Oswin Moro, St. Oswald ob Kleinkirchheim (1951)
bei dem einzigen Zaun, der daneben vorkommt, dem „Kreuzzaun", wird wenigstens in Kärnten, weniger in Steiermark, der Grundsatz der schräg mit einem Ende auf dem Boden ruhenden Scheite oder Stangen festgehalten
Quelle: Karl Rhamm, Ethnographische Beiträge zur germanisch-slavischen Altertumskunde (1908)
Auf den Almen und auch schon auf den Hochwiesen trifft man den Kreuzzaun, bei dem die Spelten mit dem einen Ende in den Boden gerammt, mit dem anderen Ende auf gekreuzten Stecken liegen, so dass die Spelten in schiefer Ordnung erscheinen.
Der Kreuzzaun ist dort am Platze, wo die Schneelawinen niedergehen. Dort werden die Zäune im Herbst abgelegt und erst im Frühjahr wieder aufgerichtet. Aber auch der Kreuzzaun weicht immer mehr dem einfachen und billigen Drahtzaun.
Quelle: Matthias Maierbrugger, Bauernbrauch im Kärntner Nockgebiet (1974)

von Koschutnig am 01.Feb.

 


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