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Barchent : Stoffart


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Barchent

der
[ Bóachat - so meine Großmutter, geboren 1904 und bis 1919 in Wien Ottakring ]
Stoffart


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Kleidung, Veraltet, Historisch

Erstellt von: dicampi am 01.Oct.

Region: Wien 16, Ottakring (Wien)

Links: Österreichisches Wörterbuch : Barchent V W

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Bekanntheit

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Speziell Österreichisch ist an diesem Eintrag nur Großmutters Aussprache. Die Bezeichnung für den häufig einseitig aufgerauten Stoff ist selten geworden, aber nicht nur in Österreich, sondern überall im deutschen Sprachraum, wo sie ja früher eifrig in Gebrauch war, als das Baumwoll-Leinen-Mischgewebe noch fleißig verwendet wurde.
2 nicht-österr. Verwendungsbeispiele sollten als Nachweis für allgemeines Deutsch genügen, eins vom Nobelpreisträger Thomas Mann und eins von Erwin Strittmatter, einem der bedeutendsten Literaten der DDR:
Zu Hause sah man ihn stets in einer hochgeschlossenen faltigen Handwerkerbluse aus Barchent
Quelle: Thomas Mann, Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn (1947)
Auf der Bürgermeisterei streiten sich Weinrich und Konsky. Trudchen Balko, die Sekretärin, weint in ihr Taschentuch, ein besäumtes Stück Barchent aus der abgelegten Nachtjacke ihrer Großmutter.
Quelle: Erwin Strittmatter, Der Laden, Bd. 3 (1992))

Zu Großmutters Ottakringer Aussprache [Bóachat] vgl.
Boachad = Flanellstoff; von Barchent, der ist aber ein anderer Stoff; im Juli 2006 von HeleneT
Boachad = Leinenhemd oder Kleid; im Mai 2007 von Meli
Boachathousn = Hose aus flanellähnlichem Stoff; im Sep.2016 von Ich soll dich einmal duschen – oder tuschen?
.
von Koschutnig am 11.Oct.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.