4.8 stars - 62 reviews5

knotzen : hocken, lümmeln, kauern


+56


  

knotzen

[ knotzn, gnozn, gnoodsn ]
hocken, lümmeln, kauern


Art des Wortes: Verb

Erstellt von: System32 am Jun.2005

Ähnlich klingend:    

Links: Österreichisches Wörterbuch : knotzen V W

Dieser Eintrag ist als Teil des Wörterbuches eingetragen.

  


Bekanntheit

SlowenienLiechtensteinDeutschlandKroatienTschechienSlowakeiUngarnItalienSchweizNiederösterreichSt. PöltenWienWienSteiermarkGrazKärntenKlagenfurtBurgenlandEisenstadtOberösterreichLinzSalzburgSalzburgTirolInnsbruckVorarlbergBregenzHier geht es zur Karte auf Bezirksebene.
Die Bekanntheit des Wortes ergibt sich aus den einzelnen Beurteilungen für das Wort und dem angegebenen Heimatbezirk des Benutzers.

Bewertungen (68)



0
Die Ergänzung aus Wels ist super!
Es wäre vielleicht überhaupt erwähnenswert, dass "knotzen" nicht notwendigerweise etwas Negatives, Schlampiges bedeuten muss. "I knotz mi jetzt fiar a Wäu do ins Eck und gib ma a Schalal Kaffee und wü mein Friedn". "Kumm, knotz die nieder" (Setz dich doch zu uns!).
von Brezi am Jun.2007

 
0
Gar nicht negativ
Ich hätte das Wort viel positiver gesehen - verwende es fast nur in der Bedeutung "sich gemütlich zwischen ein paar Polstern vergraben und ein kleines Nickerchen machen - als verdiente Erholung"
von Russi am Jun.2007

 
0
bei uns auch in der Bedeutung von:
beischlafen, koitieren
von Tauntawaschl am Sep.2007

 
0
na da kann ich doch auch noch etwas beisteuern
Wenn du dich nicht bücken kannst, musst halt knotzen (hocken, in die Knie gehen), deswegen heisst es auch sicher: hock die her do
von Amalia am Sep.2007

 
+1
Auch auf die Gefahr hin, dass mich jetzt einige *fressen*...
... knotzen ist defintiv nicht liegen, sondern hocken. Sitzen, von mir aus auch halb liegend
- halb sitzend, aber niemals liegen (das Wort knotzen impliziert hocken in irgendeiner Form immer)

einige Beispiele:

i gnotz mi auf's Sofa/Bett und tua fernsehn

ich setze mich ins Bett und decke mir die Beine zu

ich setze mich aufs Sofa und lege den Oberkörper hinüber

i gnotz mi auf d'Erd

ich setz mich auf die Erde,(die Beine meist in irgendeiner Form *angezogen*) und stütze mich am Ellbogen ab, ist bestenfalls lümmeln oder halbliegend aber nicht liegen

gnotz die her do, gnotz di zuwi zu denen

setz dich her da, setz dich zu denen dazu

i gnotz mi a bisserl auf die Bank zum ausrasten

Ich setz mich ein Weilchen auf die Bank, und leg den Kopf auf den Polster/ die Lehne (halbsitzen- halbliegen)


von Amalia am Sep.2007

 
0
Wo die Amalia Recht hat, hat sie Recht
Erlaube mir, im Originaleintrag was "nachzubessern"
von JoDo am Sep.2007

 
0
Danke Jodo, ich versuch eh immer alles so gut wie möglich zu erklären
es gibt eben wirklich etliches, das sich nicht mit einem Wort übersetzen lässt
von Amalia am Dec.2007

 
0
Und wenn man nicht schlafen kann
und sich im Bett hin und herrollt, und auf und ab, den Kopfpolster aufschüttelt, das verrutschte Leintuch an seinen Platz tut, kurz gesagt, einfach keine Ruhe gibt, weils, sagen wir mal, zu heiss ist, ist das nicht auch knotzen? Dachte ich jedenfalls immer bisher. lG, Weibi
von Weibi am Jul.2008

 
0
@ Weibi
Du beschreibst sehr schön, wie wohl viele von uns kürzlich die schwül-heißen Nächte verbracht haben dürften - sich unruhig und schlaflos im Bett hin und her wälzend (aa i hob mi schwitzad umadum gwözd) ;)
LG,yon
von System1 am Jul.2008

 
0
@yon
Du hast es richtig erkannt. Um halb drei in der Nacht wälzte ich immer noch, da dachte ich spontan: Na servas, des is a Ummakotzerei! Oh, jetzt hab ich einen freudschen Fehler gemacht. Die Situation WAR zum Kotzen (tschuldigung), aber natürlich hab ich ummanandergeknotzt. Dann wollte ich es eintragen und hab gesehen, dass es schon hier ist, aber ein wenig Kontroverse auslöst. Also ist das Herumwälzen nun knotzen - oder eher nicht? Meine Grossmutter hat das immer gesagt, in der Nacht: Geh Dirndle, tua net so knotzen, weil ich sie nicht schlafen liess. LG, Weibi
PD: in 10 Tagen komm ich nach Ö. Hoffentlich muss ich dann dort nicht so knotzen.
von Weibi am Jul.2008

 
0
Offenbar herrscht punkto der Verwendung von "Knotzen" keine Eindeutigkeit bzw. keine Einigkeit! Aus meinem Sichtwinkel bedeutet "Knotzen" stets eine Art der Entspannung (oder wie man heute sagt "des Abhängens"). Damit einhergehend ist Knotzen de facto eine Art auch der körperlichen Entspannung durch "in der Gegend (auf dem Bett, auf der Bank, dem Diwan, am Strand, etc.) liegen(also doch liegen!) wie ein Fetzen" (Fetzen ist ein (z.B. Boden)Tuch)und dabei irgendeine Art der passiven Tätigkeit ausübend (wie fernsehen, Musik hören, an die Decke starren, plaudern, allenfalls lesend).
von HerrPausW am Nov.2015

 
0
Ich kenne 'knotzn' positiv wie auch negativ, kommt aber auf den Kontext an. Es hat aber für mich eigentlich mit 'sitzen' vielleicht auch mit 'lümmeln' zu tun.
Kum, knotz de zuwa/her! ==> Komm, setz dich her/zu uns!
De knotzn nur deppad umadum/umananda. ==> Die sitzen nur blöd herum.
von alsayno am 24.May.

 


  Anmelden zum Kommentieren






Links: Russwurm | Emoji DictionaryAGB | Impressum

Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.