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Applani͟erung

die, -, -en

Problembereinigung, ein Unter-den-Tisch-Kehren


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
Tags: bildungssprachlich
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 15.02.2018
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (1)


Das Einebnen ist natürlich gemeindeutsch:
Erst nachdem der Alser Bach 1426 wieder abgeleitet und der Tiefe Graben trockengelegt worden war, begann man, nach entsprechenden Applanierungen, den Tiefen Graben auch auf dieser Seite zu verbauen.
source: Wien Geschichte Wiki
Doch zum Verb ' applanieren' sagt das Variantenwörterbuch ("A" steht für Österreich!):
applanieren A sw. V. /hat, einen Konflikt, Streit o.Ä. beilegen, schlichten [... ] Dazu Applanierung
source: Ulrich Ammon, Variantenwörterbuch des Deutschen (2204)

So speziell Österreichisch ist also die Verwendung wie hier:
Unterlagen zur Causa Buwog erlauben einen Blick in alte FPÖ-Zeiten. Demnach soll sich ein früherer Vertrauter Jörg Haiders mit Geld davongemacht haben, das Libyens Herrscherfamilie Gaddafi 2007 zur Applanierung eines Unfalls in Wien überwiesen habe.
source: Der Standard, 04.01.2018 , Pressreader
dann war die Club-45-SPÖ-Udo-Proksch-Allianz zur Applanierung eines kaltblütigen Mordes "nur" eine Art Ouvertüre zu unsagbar widerwärtigen und menschenverachtenden Vergnügungen von Apparatschiks auch anderer Couleurs.
source: Andreas Unterberger.at, Posting am 17.10.2010 v. "Marcus Aurelius"
Ein Job bei der Atomkommission, mit (damals horrenden) „monatlich dreizehntausend Schlei (Schilling) als Lohn“ erscheint hier trotz mangelnder Ausbildung ebenso wenig als Problem wie die „Applanierung “ des „Fauxpas“ eines Verkehrsunfalls mit Todesfolge.
source: Austria-Forum

Koschutnig 15.02.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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