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Fleidenpolster, Fleimpolster, Pfleimpolster

der, -s, Pölster/Polster

Spreukissen


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Umgangssprache
Erstellt von: Pernhard
Erstellt am: 26.07.2018
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Pfleimpolster:
source: Barbara Waß, Mein Vater, „Holzknecht und Bergbauer“, Böhlau, Wien 1989, S. 91
Fleimpolster:
In Österreich werden die Hülsen des Habers Fleime, Fläume, genennet: daher ein Fleimpolster, Fleimbett, ein Polster oder Bett gemeiner Leute, worin statt der Federn, nur Haberbälge gefüllet sind.
source: Matthias Höfer, „Etymologisches Wörterbuch der in Oberdeutschland, vorzüglich aber in Österreich üblichen Mundart“. Linz 1815
Fleidenpolster:
„Gewöhnlich liegen die Dienstboten zwei und zwei". Das zweischläfrige Bett bestand aus der Bettstatt, dem Fleidensack, Fleidenpolster, 2 Leintüchern, 2 Bettdecken und kostete 6 fl.
Anm. 567:Mit dem sich ausbreitenden Maisanbau ging man von den "Fleiden" auf "Türkenfederfüllungen" über
source: Therese Meyer, „Dienstboten in Oberkärnten“. Klagenfurt 1993

Pernhard 26.07.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Technikwerker Netzwerk Urbanes Wörterbuch Russwurm