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Präkarịst

der, -en, -en

Empfänger einer Bittleihe, Gratisbenützer, Prekarist


Wortart: Substantiv
Gebrauch: Österr. Standarddeutsch
Tags: rechtssprachlich,fachsprachlich
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 19.09.2018
Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)
Bekanntheit: 0%  
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Kommentare (1)


Eine besonders qualifizierte schuldrechtliche Bindung ist entgegen der Ansicht des Berufungsgerichtes nicht Voraussetzung für das Anvertrauen; auch etwa dem Boten oder Präkaristen kann die Sache im Sinne des § 367 dritter Fall ABGB anvertraut werden.
source: OGH v. 09.05.1985 - RIS
Die Parteistellung kommt hiebei dem im Grundbuch eingetragenen Grundeigentümer zu, nicht aber auf Grund eines Vertrages noch nicht im Grundbuch eingetragenen außerbücherlichen Eigentümern [...]. Keine Nachbarn sind demnach dinglich Berechtigte, Eigentümer eines Superädifikates, Bestandnehmer (Mieter, Pächter) und sonstige Inhaber von Grundflächen (Präkaristen).
source: Burgenländisches Baugesetz
Selten aber doch der (historisch orthografisch korrekte) Prekarist, z.B.
Unterscheidung Mieter - Prekarist iZm § 364 Abs 2 ABGB
Aufgrund der Gegenüberstellung von tatsächlich bezahltem Entgelt und dem maßgeblichen Hauptmietzins lässt sich beurteilen, ob das vom Kläger geleistete Entgelt seiner Natur nach so wenig ins Gewicht fällt, dass die Annahme eines Leihverhältnisses gerechtfertigt ist
source: OGH v. 29.1.2009, Jusguide.at


Um ganz andere Prekaristen geht es allerdings hier, die unter prekären Umstanden existieren:
Mit] Volatilität in der Arbeitsgesellschaft wächst auch der Anteil derer, die vom Absturz bedroht sind oder am Rand stehen. [...] Prekaristen gibt es also nicht nur unter Zeitarbeitnehmern, Aufstockern, Mini- und Mehrfachjobbern, sondern auch im mittleren Management.
source: Tec-Channel.de

Koschutnig 19.09.2018





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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