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Zecker, Zegger, Zöger ua. : Ranzen, Tragkorb u.ä.


-2

Zecker, Zegger, Zöger uạ.

der, -s, -1
[ tseka, tsegga, tsega, tsöga, ]
Ranzen, Tragkorb u.ä.


Art des Wortes: Substantiv

Erstellt von: Koschutnig am May.2010

Gebrauch: Dialekt

Links: Österreichisches Wörterbuch : Zecker, Zegger, Zöger ua. V W

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Bekanntheit

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Änderungen (1)


Bewertungen (5)



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In Kärnten meist "Zecker [tse:ka]", vgl.
"Zeger*Zäger" = "kleine Tasche, Beutel" ( Eintrag Brezi),
"Zecka" = "kleine Tasche, Rucksack" (Eintrag tvinz)
"Zegern" = "Schultertasche, Rucksack" (Eintrag bleame)
von Koschutnig am May.2010

 
0
Bei uns war´s eindeutig der
Zeega
sorry
von JoDo am May.2010

 
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9 x steht "Zecker"
("eine Art tragbarer Behältnisse") auf S. 130/131 in der "Erklärung der heiligen Regel der mindern Brüder" von Pater Aloys Adalbert Waibel (Füssen 1828) hier: http://tinyurl.com/akpf9o6
von Koschutnig am May.2010

 
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Sorry dafür,
dass ich keine bessere Beurteilung abgeben kann.
Für mein Wienerisch werde ich mich doch (hoffentlich noch) nicht entschuldigen müssen ...
von JoDo am May.2010

 
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Südliche Vielfalt:
Laut Schöpf in Tirol: "Zegger"
nach Lexer in Kärnten: "Zeggar"
nach Pohl in Kärnten: "Zeker"
nach Schmeller in Bayern: "Zegra"nach Weinhold in österr. Schlesien: "Zeker"nach Striedter-Temps in der Steiermark "Zecker" und in Wien: "Zöger" http://tinyurl.com/6yqzg6h
von Koschutnig am May.2011

 
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Zöger (Zeger) - Ausspracha: Zeega, Zeegan
lt. Retti:
große Tragtasche (oft aus Schilf- oder Korbgeflecht) - früher z.B.: Tragkorb des Fleischhauers
von biba am Nov.2012

 
+1
Als "offizielle Schriftform"
hab ich jetzt doch "Zecker" eingefügt, schließlich findet das Wort sich mehrfach so in der Literatur, etwa auch im Wiener Böhlau-Verlag in der dort erscheinenden ZS für Siebenbürgische Landeskunde (7. Jg.,1984) : "Diese Arbeiten sind bei allen Zeckerformen gleich. Bei den 'lésztnsäxn' (auf Leisten geflochtene Zecker) werden nach der Fertigstellung des Bodens die Zeckerschalen entsprechend der Leistenform gebogen" http://tinyurl.com/aectau4

Selbst bei H.C. Artmann: der hausvater tritt über die schwelle und sagt frau ich habe einen wasserdichten zecker gefunden ( "Grammatik der Rosen", Ges. Prosa, 3. Bd., Salzburg 1997, S. 213)
von Koschutnig am Nov.2012

 
+4
Ich bin im Burgenland aufgewachsen, und von meiner ungarischen Oma habe ich immer nur das Wort "Zecker" für Einkaufsnetz gehört. Sie hat zwar mit mir deutsch gesprochen, aber ich dachte, das Wort "Zecker" hätte sie aus dem Ungarischen übertragen.
von la.dottoressa am Jan.2015

 
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Im Bezirk Murau wird es eher "Tseigga" aufgesprochen (wobei das gg sehr hart ausgesprochen wird und in keinster Weise wie z.B. UhrZEIGER; eher wie der Nachnahme Egger, der ja auch "Eigga" ausgesprochen wird).
"Buggltszeigga" (quasi Buckelzecker).
von Huser5464gj am 25.Feb.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

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Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

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