Krawanka : Messer (Gaunersprache)


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Krawanka

Messer


Art des Wortes: Substantiv

Tags: Gaunersprache

Erstellt von: Koschutnig am Jan.2016

Links: Österreichisches Wörterbuch : Krawanka V W

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Bekanntheit

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Das Messer hat bei uns viele Ausdrücke: Man - gesprochen: mau (nasaliert), Schirm, Krawanka, Griffel, Gurken, Fisch, Feitel, Biene, aber der häufigste ist Nusch oder Knusch.
Quelle: Peter Wehle, Die Wiener Gaunersprache, 1997
Ob mit dem „Messer“ da eine Neuinterpretion eines fremdartigen, seltsamen Wortes geschehen ist, das jemand aufgeschnappt hatte? Von wo? In den Sprachen rund um Wien scheint es nichts Ähnliches zu geben, zum ausgestorbenen Krawanka- Indiostamm (andere Schreibungen: Karankawa, Carancahua, Clamcoëhs, Carancaquacas) am Golf von Mexiko ist’s weit und die Karwankas des Ptolemäus, jene Bergkette zw. Kärnten und Slowenien, die wird sich wohl auch nicht zu einem Messer der Wiener Unterwelt gewandelt haben, auch nicht vor oder gar nach der Erzählung „Krawanker“ des Schweizers Pellandrini.
Da gibt’s allerdings im Friesischen einen dem Wiener Hefen-„Krawanka“ sehr, sehr ähnlichen „Krabanker“,
„der das eiserne Werkzeug bedeutet, womit man Eimer und andere andere Sachen, die in den Brunnen gefallen sind, wieder herausfischt, und das vier (eiserne) Klauen hat, die so ganz zum Griff bereit stehen wie die Finger der Habgier.“
Quelle: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, Band 10 (1852)

von Koschutnig am Jan.2016

 


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