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Amtsschimmel : übertriebene Bürokratie


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Amtsschimmel

der, -s, -
übertriebene Bürokratie


Art des Wortes: Substantiv

Erstellt von: Russi am Mar.2006

Links: Österreichisches Wörterbuch : Amtsschimmel V W

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Bekanntheit

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Bewertungen (76)



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Herkunft:
Der Wortbestandteil "Schimmel" ist von einem in der österreichischen Monarchie gebräuchlichen Musterentscheid, der "Simile" hieß (von lat. simile = ähnlich), abgeleitet worden. Mit Hilfe dieses Standard-Vordrucks ließen sich ähnlich lautende Anliegen schematisch und zügiger erledigen. Der Begriff wird für ein Übermaß an Bürokratie verwandt.
von Russi am Mar.2006

 
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Die Herleitung von "das Simile", dem Begriff für auch in den Kanzleien der österreichischen Monarchie gebräuchliche Musterentscheide mag stimmen. (nach Kluge)

Der "Amtsschimmel" ist dennoch gmd. und nicht österr. Standarddeutsch.
von Standard am May.2016

 
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Kommt in der Tat von latein. simile und ist dann umgedeutet worden, einerseits zum Schimmel (Pferd), andererseits zum Schimmel (Pilz). Einerseits weil mnan in der Bürokratie auf Vorschriften herumreitet, andererseits, weil viele Akten so lange liegen bleiben, bis sie schimmlig werden. Die erste Möglichkeit ist die wahrscheinlichere. Das Wort ist kein Austriazismus, sondern gemeindeutsch, wenn es auch von Österreich ausgegangen sein dürfte.
von heinzpohl am Aug.2016

 
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ACHTUNG: Ungeeigneter Eintrag!
Längst schon überall verwendet, wie Wissende bereits bemerkt haben!

Siehe 35 Beispiele aus "Berliner Zeitung":
https://dwds.de/r?corpus=bz;q=Amtsschimmel

Alfred Döblin schon 1929 in seinem großartigen Roman "Berlin Alexanderplatz":
Er liest die Vorladung, das ist ja schon gar nicht mehr wahr, das ist ja der Amtsschimmel, den Karl der Große losgelassen hat, und jetzt ist er bei ihm eingetroffen

Das viele hier zeigen, dass sie das Wort kennen, kann doch nicht reichen, dass es zu etwas speziell Österreichischem erklärt wird!
von Koschutnig am 12.Sep.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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