Thema: Wie ist der Mann?

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Wie ist der Mann?
27.12.2016 von Koschutnig

Für eine Kontaktanzeige beschriebe sich der "alte [wort:6369:Drahrer]" in normierter Sprache etwa so:
„ein striegelsamer, riegelsamer Geldverdiener und fescher, fermer Tag- und Nachtschwärmer“.

Was soll man/frau von diesem Menschen halten? Über ein behauptetes Feschsein kann man ja diskutieren, und es könnt ja wirklich sein, dass die Wiener bei „ferm“ statt „firm“ tatsächlich dem Französischen gefolgt sind, wie bei Sedlaczek zu lesen ist (I bin a echter Weaner, so nåchn ålten Schlåg, der nur a ferme Gaude und aa a Weinl måg).

Riegelsam“, das ich bisher nur gelesen, aber nie gehört hab, hat Ferdinand Raimund schon als Namen für einen Weinhändler in seiner „Unheilbringenden Zauberkrone“ verwendet: „ansehnlich, stattlich, rüstig“ hat’s in Österreich im späten 18. Jh bedeutet, schreibt ein Deutscher, später soll’s sich dann eher zu „rührig, schaffensfroh“ entwickelt haben; „vital, rührig, kräfig“ sei gemeint, les ich im 'Standard'. Bei Nestroy und Zeitgenossen findet man's auch.
Frage: Gebraucht’s heut überhaupt noch irgendwer?

Doch schließlich zur letzten der Eigenschaften: „striegelsam“– ein Adjektiv zu 'striegeln'? Lässt sich der Feschak striegeln wie ein Fiakerpferd?
Kann da jemand helfen?


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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