Thema: Wigazzn, Darazzn

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Wigazzn, Darazzn
06.10.2006 von JoDo

Wigazzn, Darazzn
06.10.2006 von JoDo

Habe von einem Mittelburgenländer (Stoob) eine Redewendung gehört, die übersetzt heißt:
... mit dem Bohrer durch die Deichsel ein Loch durchbohren ...
original: ... mit da Darazzn durch die Wigazzn a Loch duridarazzn ...
So oder so ähnlich.
Kennt jemand diese Redewendung und kann sie gegebenenfalls richtig stellen?

mit da Darazn a Loch durch die Wigazn darazn
17.08.2008 von System1

.

DIALEKT:

mit da Darazn a Loch durch die Wigazn darazn (Burgenland, at) = mit dem Bohrer ein Loch durch die Deichsel bohren

der Neiger (Zell am See, at) = der Handbohrer
"Der hescht nit auf neigan." = Der hört nicht auf nachzubohren (nachzufragen).
http://[wort:13024:at]

der Nììbèr, nììbèrè (Simmental, ch) = der Bohrer, bohren
è Dièxlè (Simmental, ch) = eine Deichsel

die Deixel (Pfalz, de) = die Deichsel
der Deixel (Bayern, de) = der Teufel
»Dees is Bosheit, daß s' nixn dawidersagt! Lauter Bosheit! Woaß der Deixel, was sie sich denkt unterdem, daß s' ihra Mäu halt't! Nix Gscheit's gwiß net!« (Lena Christ: Das neue Hausregiment)
http://www.zeno.org/Literatur/M/Christ,+Lena/Erzählung/Bauern/Das+neue+Hausregiment


STANDARD:

der Bohrist (at) = Facharbeiter, der Sprenglöcher bohrt

.

Re: Wigazzn, Darazzn
17.08.2008 von JoDo

Okay, Fehlanzeige!

Trotzdem, Danke für die Nachforschungen.
Jetzt wissen wir wenigstens, von wo die Redewendung NICHT herkommt.

lG JoDo

Re: Wigazzn, Darazzn
21.09.2008 von Russi

Hallo JoDo,

ich kann dir zwar nicht weiterhelfen aber der Satz hat mich vor lachen (fast) auf den Boden gebracht. Klingt genial - falls du einen native speaker findest der das mal spricht wäre ich dir höchst dankbar für die Aufnahme.

Gruß
Russi


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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