Thema: "Rotz" und "Raummel"

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"Rotz" und "Raummel"
26.02.2006 von Russi

"Rotz" und "Raummel"
26.02.2006 von Russi

Hallo, ich möchte nicht ungustiös sein aber mir stellt sich da eine Frage. Es gibt das Wort "Rotz", das ich mit "Nasenschleim" übersetzt hätte und das Wort "Raummel" das ich nicht vernünftig übersetzen kann. Könnte man das als "Nasentalg" bezeichnen? Was meint ihr?

Gruss Roland

rammel (raumme)
06.04.2006 von System1

seas, roland!

a raumme = getrocknetes nasensekret.


lg
jerry

Re: "Rotz" und "Raummel"
07.05.2006 von shkwal

Rotz= flüssiges Nasensekret, aber nach starkem Niesen bei Grippe manchmal auch Schleim aus der Mundhöhle bzw. aus dem Rachen.
Der Typische Rotz ist der stärkere Ausfluss aus der Nase bei Grippe.

Einen Rammel wurde ich auch als getrocknetes Nasensekret bezeichnen.

14.05.2006 von System1

Der Raummel ist bei uns ganz klar das Nasenprodukt, das zum Kugerl formbar ist.

LG
Helene

Re: "Rotz" und "Raummel"
25.07.2006 von System1

Es gibt das Wort "Rotz", das ich mit "Nasenschleim" übersetzt hätte

Wieso übersetzt? "Rotz" ist im wahrsten Sinne des Wortes ein ordinäres deutsches Wort, keineswegs nur im Österreichischen (Beispiel: "Rotz und Wasser heulen", ein gängiges Sprachbild). "Nasenschleim" ist dagegen ein ad hoc konstruiertes Wort mit höherem Stilamspruch - korrekt wäre nämlich entweder Nasensekret oder einfach nur, ganz unspezifisch, Schleim.

P.S. Bin Germanist, sorry für meinen pedantischen Belehrungsanspruch ...

01.08.2006 von System1

hmm... also ich finde am besten is der "nosnmau" bzw "nosnmaumau"
haha das muss doch jeder kennen...^^

30.08.2006 von Amalia

hallo mal die Runde

was heisst schon ungustiös erscheinen, das Wort existiert nun mal, dann muss man auch drüber reden (schreiben)können..

der raumel heisst in De popel, nasenbohren ist nasenpopeln

und ich hätt gleich die nächste *ungustiöse* Frage

*interessiert mich nimmer*


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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