Thema: Verhonnipiepeln ??

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Verhonnipiepeln ??
19.03.2008 von Halawachl

Verhonnipiepeln ??
19.03.2008 von Halawachl

(Abgesehen mal von der Buchstabierung). Kennt noch wer anderer dieses Wort.
Bedeutung ungefähr: verarschen. Könnt auch sein, dass ich es in D aufgeschnappt habe, und es somit nicht ö. ist.Hlw

Re: Verhonnipiepeln ??
19.03.2008 von JoDo

Du Halawachl!
Das ist so österreichisch wie Quarksahnekuchen!
vlG
JoDo

Re: Verhonnipiepeln ??
20.03.2008 von Weibi

Ich hab öfter mal "verho(h?)nipln" gehört, von derselben Person, aber vielleicht hat sie ja auch nur Silben verschluckt. Und ja, mir kam schon vor es war im Sinne von "verarschen", ev. auch von "verhöhnen".
lG, Weibi

Re: Verhonnipiepeln ??
20.03.2008 von JoDo

Jetzt habt´s mich neugierig gemacht!
Da habe ich folgendes gefunden:
verhonepipeln
narren, anschmieren, verarschen, verkohlen, verschaukeln, verscheißern, veralbern, verkackeieren, veräppeln, prellen, auf den Arm nehmen, aufs Kreuz legen, aufs Glatteis führen, foppen, für dumm verkaufen, jemand zum Affen machen, jemand anpflaumen, jemand auf den Besen laden, jemand zum Besten halten,


Woher das Wort kommt muß ich noch herausfinden!
Lebe Grüße
JoDo

P.S.1:
Kleines Wörterbuch Hallesch - Deutsch
http://www.andreasferl.de/Halle/Mundart/wbhalldeu....

Kostprobe:
1000 Worte Hallisch
Viele Schbrachen erschien'n jetzt in dausend Worten, nusah demahblos, warumene nu nich ooch de hallsche, diede so dufte in ihrer Boesie, so schneffte in ihrn Ausdriggen an Schimbwerdern is? Freil'ch, ä lanker Schmus oder enne jroße Briehe wärd nich jemacht bei uns. Dr Hallänser schbrichd, wien dr Schnawel jewachsen is un e läßt sich nich von fremden Scheeksern verhonepipeln oder verkakeiern.
http://www.andreasferl.de/Halle/Mundart/1000Worte....

Re: Verhonnipiepeln ??
11.12.2008 von Sosinka

umgangssprachlich; setzt sich aus "Hohn" und "piepen" (= pfeifen) zusammen

vermutlich eher sächsich / hessischer Herkunft / "piepen" weist auch auf niederdeutsch hin.

Re: Verhonnipiepeln ??
27.01.2009 von System1

Sosinka meint:vermutlich eher sächsich

Gefunden im "Lilliput Sächsisch" von Langenscheidt

forrhounebiebln: veralbern, verhohnepipeln.

LG Saxe


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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