Thema: Wo di Donao mid süwanen Oamen umschlingd

Ostarrichi > Allerlei > Kreatives

Wo di Donao mid süwanen Oamen umschlingd
08.09.2008 von

Wo di Donao mid süwanen Oamen umschlingd
08.09.2008 von System1

.

Wo di Donao mid süwanen Oamen umschlingd

Danke für die Hilfe bei der Übertragung in das Wiener Dialekt-Standard-Kontinuum. Hier ist das Ergebnis:

Wo di Donao mid süwanen Oamen umschlingd (Drunt in der Lobau), Wiener Liebeslied (1932)
Melodie: Heinrich Strecker (1893 – 1981); Text: Nach Fritz Löhner-Beda (1893 – 1942)
adaptiert im Wiener Dialekt-Standard-Kontinuum von R. O. und Traudl Horvath

1. Wo di Donao mid süwanen Oamen umschlingd
s_letzde Schdüggal vom dröümanden Wyyn,
wo di Äènsåmkäèd wingd,
wo di Nåchdègoy singd
(ùnd dè Grüühn no nistèn ìm Grü-èn,)
duad låchd dès Glügg åos daosnd Zwäègn,
duad is da Blìatèndùft so äègn
åm schdü-èn Woidrånd,
wo i mäy Liebstè fand.
Drùnd ìn dèa Llobååo, wèn i dès Bladsèrl nua wüssd,
drund ìn dèa Llobååo hob i a Madèrl geküssd.
Soane Åogèln woan so blåo
ois wia de Väygerln ìn dar Ååo
auf dem wundalièbèn Bladsèrl in dèa Llobååo.

2. Und dè Schdundn vagèhn, ùnd mia sìtzn bäèm Däèch,
(und mia hobn äynandèr so lieb.)
Und de Vegaln håm zwidschad uns ållè zugläèch_
eana Liad – dass es ållawäu so bli-ieb!
Mya drammdèn unsa scheènsdes Meèachèn.
Mya wo-an a vazaubèrts Beèachèn,
dès ìn da Draumwööd
si fèsd umschlungèn hoid.
Drùnd ìn dèa Llobååo, wèn i dès Bladsèrl nua wüssd ...

3. Åwar s_war dann a Dååg,
wo i gèh durch dèn Haag
so wia_amoi, wia di Wööd no so schèèn,
(hör i nèd åos de Zwäègèn der Nåchdègoy Schlååg,)
how di Blèamaln åm Wèèg nymma gsè-èng.
In mä-än Hèadsn brènnd a Sèhnèn,
åos mäène Åogn fallèn Dräènèn
åm schdü-èn Woidrånd,
wo_amoy mäy Liebstè stand.
Drùnd ìn dèa Llobååo, wèn i dès Bladsèrl nua wüssd ...


Im Lied gesprochene Zeilen:

1. ùnd dè Grüühn no nistèn ìm Grüèn ...

2. ùnd mia håm äynandèr sooo liab ghobt ...

3. owar howi åos de Zwäègèn koa oanzig Nåchdègoy schlåågn ghèad ...

.

Ich benütze die Originalnoten bei allen Liedern
30.09.2008 von System1

.

... Sag einmal, was ist aus Deinem Projekt "Drunt in der Lobau" geworden?

2.) Ob Du es glaubst oder nicht, ich habe zu Hause Originalnoten gefunden, sicher aus der Entstehungszeit des Liedes.
Wenn Du mir eine e-mail Adresse zukommen lässt, kann ich Dir eine Kopie davon schicken ...


Der redigierte Text steht ausserhalb dieses Threads. Schwierige Stellen spreche ich – in jeder Strophe eine andere Zeile ...

Vielen Dank, JoDo, ich benütze die Originalnoten (bei allen Liedern) und trage das Lied morgen erstmals in einem Konzert vor – und erstmals im Weaner Dialekt ...

Ich singe Lieder in 8 Deutschschweizer Dialekten sowie 1 Gallo-provençal-celtique plus 1 auf Weanerisch und 1 auf Bärlinerisch. Bei der Korrektur aller Dialekte erhielt ich Hilfe von Spezialisten.

.

Re: Wo di Donao mid süwanen Oamen umschlingd
30.09.2008 von Brezi

Na da wünsche ich dir einen Abend in guter Verfassung und viel Applaus. Dass du Wienerisch recht gut beherrscht, hat man ja schon in manchen deiner Antworten erkennen können (z. B. beim Gemeindebau).

Toi toi toi!

Werner

Re: Wo di Donao mid süwanen Oamen umschlingd
30.09.2008 von JoDo

Du, oberhaenslir!

Erst einmal das notwendige Übel:
Mir sind zwei Fehler im Refrain aufgefallen:

Drùnd ìn dèa Llobååo, w è n i dès Bladsèrl nua wüssd,
drund ìn dèa Llobååo hob i a Madèrl geküssd.
Soane Åogèln woan so blåo
ois wia de Väygerln ìn dar Ååo
auf dem wundalièbèn Bladsèrl in dèa Llobååo.
statt "wèn" gehört wãn (ã wie frz.: <en>), und "Soan" kenn ich überhaupt nicht, auch niemanden, der das so sagt. Hieher gehört Ihre oder I:are .

Ansonsten ist zu hoffen, dass der Wiener Dialekt, ins Schwyzerische transkribiert (Wyyn!!!) und mit bayrischen Ákzè(he)ntén versehen, wenigstens noch ansatzweise als Wiener Dialekt erkennbar bleibt.

Drittens sei Dir zu Deinem Unterfangen einer öffentlichen Darbietung ALLES GUTE gewünscht - hoffentlich geht´s ned ins Hoserl!
JoDo

Der Genus des 'Madèrls' ist neutral, also setze ich 'sein'
30.09.2008 von System1

.

Drùnd ìn dèa Llobååo, w è n i dès Bladsèrl nua wüssd,
drund ìn dèa Llobååo hob i a Madèrl geküssd.
Soane Åogèln woan so blåo
ois wia de Väygerln ìn dar Ååo
auf dem wundalièbèn Bladsèrl in dèa Llobååo.


Ich habe den Text so gut wie möglich phonetisch geschrieben; daran ist nichts 'Schweizerisches'; 'wèn' spreche ich fast als 'wäñ' aus.

Die Wienerin, welche mir bei der Aussprache geholfen hat, wird als kritische Zuhörerin anwesend sein.

Der Genus des 'Madèrls' ist neutral, also setze ich das neutrale Pronominaladjektiv wie im Standarddeutsch, durchaus im Wissen, dass der Dialekt natürlich nicht standardisiert ist.

"Es war einmal [u:13qg14nk]ein Mädchen[/u:13qg14nk], das wurde Rotkäppchen genannt, weil es immer eine rote Mütze trug, die [u:13qg14nk]seine[/u:13qg14nk] Oma ihm gestrickt hatte." (Grimm)

.

Re: Wo di Donao mid süwanen Oamen umschlingd
30.09.2008 von JoDo

Noch einmal:

Es heisst NICHT 'wèn' und schon gar nicht 'wäñ'
richtig wäre wãn gesprochen: waun (a und u monophtongiert)

Mit "schweizerisch" habe ich die Verwendung von so exotischen Dingen wie einem Ypsilon gemeint.

Dem Mädel seine Augen sind aber nach dem Original, das Du angeblich verwendest, IHRE Augen, es is so ..


Einloggen




Impressum | Nutzung | Datenschutz

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Cryptocurrencies Die Technikwerker The NLP Master