Thema: Urständ

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Urständ
06.10.2009 von gwintege

Urständ
06.10.2009 von gwintege

"Fröhliche Urständ feiern" -
bedeutet sinngemäß
wiederauferstehen.
So wie Jesus Christus.
Ist im oberdeutschen (baierischen) Sprachraum
immer noch üblich...
http://de.wikipedia.org/wiki/Urst%C3%A4nd
G.Winter

Re: Urständ
06.12.2009 von Koschutnig

"Urständ" ist das Substantiv zum Verb "erstehen, erstanden" ("Christ ist erstanden").
Ur- zu er- wie bei Ur laub: er lauben; Ur teil zu er teilen, Ur kunde zu er kennen

Notker der Deutsche (950-1022, ein Benediktinermönch in St. Gallen und der wichtigste Übersetzer vor Luther) hat das Wort
"urstenti" (> Urstände) zum ahd. Verb "irstantan"*) für die Auferstehung Christi geprägt. Im Zusammenhang mit den Vorstellungen des Christentums mussten zwecks "Ausdeutschung" ja viele neue Wörter erst geschaffen werden.
Das Wort hat sich hauptsächlich im Oberdeutschen, viel weniger schon im Mittel-, fast gar nicht im Niederdeutschen ausgebreitet.
"Urständ(e)" ist dann im 18. Jh. von "Auferstehung" ziemlich verdrängt worden, wird aber von neueren Dichtern wieder begünstigt.

*) Es gab 2 ähnliche Verben mit gleicher Bedeutung nebeneinander - "stantan" und "stên/stân" -, die später zusammengefallen sind zum heutigen "unregelmäßigen" Verb "stehen-stand-gestanden"
(ganz ähnlich bei "gehen" aus "gangan" und "gên/gân" (deshalb mundartlich noch "mir gen g en").

K

Re: Urständ
18.12.2009 von System1

"Fröhliche Urständ feiern" -
bedeutet sinngemäß
wiederauferstehen.
So wie Jesus Christus.
Ist im oberdeutschen (baierischen) Sprachraum
immer noch üblich...
http://de.wikipedia.org/wiki/Urst%C3%A4nd
G.Winter


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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