Thema: abspänen

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abspänen
27.05.2011 von dingle

abspänen
27.05.2011 von dingle

dieses wort (spenen) steht bereits im wörterbuch mit der bedeutung entwöhnen, abstillen. ich glaube, dass es mit dieser bedeutung nicht allzu bekannt ist.
sehr gebräuchlich ist es aber im zusammenhang mit der taufe: wenn der taufpate seinen schützling an den firmpaten übergibt, dann kommt es zum abspänen. der täufling bekommt ein abspängeschenk und der taufpate stellt seine oster- und allerheiligengeschenke ein. ich persönlich kenne keinen anderen ausdruck für diesen vorgang.

lg dingle

Re: abspänen
27.05.2011 von Koschutnig

Einer "österreichischen Community mit Unterhaltungswert" entnehm ich:
Vom Taufpaten mit einem Geschenk "ausg`spendt" wird man anlässlich der Firmung immer noch im Innergebirg (d.i. Pongau, Pinzgau, Lungau - "Innergebirg" aus der Sicht der flacheren Salzburger Landesteile ist die Benennung der südlichen Region des Bundeslandes Salzburg, nach WP)

http://tinyurl.com/3vp2axf


Ein verflixt eigenartiger Weg von mhd. "spen" = 'Zitze' , bes. bis zu einem Ab- oder Ausspänen durch einen evtl. männlichen Taufpaten

Re: abspänen
28.05.2011 von dingle

du hast recht, aber auch männliche köche können den hunger stillen und um zu schwalbeln, braucht man kein vogerl im mund zu haben.

lg dingle,
die vergangenes jahr ihr taufkind abgespänt hat. die fragestellerin in o.a. forum ist übrigens kärntnerin.

Re: abspänen
30.05.2011 von wuppl

naja schließlich kann auch ein mann das kinderl von der zitze "reißen" und auf bier umstellen (zur frühzeitigen gewöhnung an das spätere schicksal *g*)


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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