Thema: "der Meter"

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"der Meter"
02.06.2011 von nicolai

"der Meter"
02.06.2011 von nicolai

Woher kommt eigentlich die umgangssprachliche Formulierung "kane Meter hobn" (keine Meter haben), die allgemein gerne zur Umschreibung von "chancenlos sein" verwendet wird ?
Und vor allem, warum gibt es nicht die "abschwächende" Gegenantwort, man habe "zumindest einen oder einen halben Meter" ?

Re: "der Meter"
02.06.2011 von JoDo

Da bin ich mir aber nicht sicher, ob das nicht aus dem Allgemeindeutschen kommt:

Meter machen

Redewendung um eine Handlung zu beschleunigen, meist im Imperativ angewendet

Heinz: "Wir müssen uns beeilen."
Peter: "Dann mach mal Meter, Junge!"


Im Österreichischen hat man halt statt macht den Meter ...

Re: "der Meter"
06.06.2011 von wuppl

ich würde fast vermuten, dass es aus der selben ecke wie "kein leiberl haben" kommt und so den besitzlosen von der wahrnehmung weiterer chancen (eher leistungsorientiert) ausschließt.

weil in beziehungstechnsichen anbaggerungsphasen, wird der meter je eher nciht gebraucht, dart hat man "en aufdrahten" oder bekommt "en weida" (aus dem kartenspielen, wenn mangels gutem blatt nicht lizitiert wird)


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: The Scrum Master The Scrum Master Jerga Urbana