Thema: kleschtern, gsichteraugn

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kleschtern, gsichteraugn
17.11.2012 von Koschutnig

kleschtern, gsichteraugn
17.11.2012 von Koschutnig

1) kleschtern

Anna-Maria Kaiser:
Ratschweiba

Wås a rechtes Ratschweib is,
dås kleaschtart ohne End,
a wenn deswegn die Mülch vakocht,
da Bråtn schwårz vabrennt.

Was Frau Kaiser aus Launsdorf in Kärnten meint, ist klar, doch kennt das jemand (Weibi?) aus der Gegend ?

2) " gsichteraugn = nach Augenmaß, ungefähr" ist ein Eintrag v. 30.9.12 im "Büchl" der Gäste.

Dazu hab ich in der "Alpenpost, Zeitung des Steirischen Salzkammergutes" v. 18. August 2011 unter "Ausseerisch g’redt" gefunden:
Die heutigen Dialektausdrücke stammen von Traudi Petrisch, Altaussee und Waltraud Haim, Bad Aussee,
und darunter ist: gsichteraugn - ungefähr, „Pi mal Daumen“
http://www.ausseerland.net/archiv/2011/Alpenpost_1...

Kann bitte jemand, dem das geläufig ist, gsichteraugn in einem Beispielsatz verwenden?

Ein Danke für nützliche Antworten!

K.

Re: kleschtern, gsichteraugn
22.11.2012 von Weibi

Nein leider, kenn ich nicht. Bei uns sagt man "ratschn" (Ratschweib...).

Auch "gsichteraugn" kenn ich nicht, scheint mir wie eine poetische Erfindung.
Bezüglich pi mal Daumen siehe Wikipedia "über den Daumen gepeilt":

http://de.wikipedia.org/wiki/Daumenpeilung

Man lernt nie aus, was?

lG, Weibi


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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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