Dein Österreichisches Wörterbuch

Burg , die

Burgtheater


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Stadt

Erstellt am: 19.01.2008

Bekanntheit: 58%

Beurteilung: 5 | 3

Kommentar am 19.01.2008
Heinz Fischer-Karwin Radio- und Fernsehlegende, moderierte lange Jahre die Sonntagmittagsendung: ´Aus Burg und Oper´, die sich mit den zwei wichtigsten und größten Bühnen Wiens beschäftigte.

Kommentar am 20.01.2008
Zum Burgtheater habe ich immer ein zwiespältiges Verhältnis gehabt, und "Burg" klingt für mich nach Auskennersprache. Deshalb verwende ich diesen Ausdruck nicht.

Kommentar am 20.01.2008
Burg ist wirklich Auskennersprache.

Kommentar am 20.01.2008
Auskennersprache hin und her, es ist auf jeden Fall eine typischerweise hierzulande gebräuchliche Abkürzung und daher in einem Österreichischwörterverzeichnis zu Recht enthalten. Dass die erwähnte HFK-Sendung, die wegen ihres Sendeplatzes im Radio sicher jeden Sonntag von Millionen gehört wurde, dieses Wort im Titel hatte, scheint mir dafür mehr als ein Beweis zu sein. Auch Hugo Wiener (der wahre Auto der Doppelconférence-Sketches zwischen Gscheitem und Blödem) lässt Waldbrunn einmal sagen: "Ich hatte damals ein Engagement an der Burg... - Burg... - so lass mich doch ausreden! - Purkersdorfer Waldbühne)

Kommentar am 20.01.2008
Man könnte höchstens noch hinzufügen, ... dass man von "der Burg" nur dann spricht, wenn es um die Arbeit oder Engagements von Schauspielern, Regisseuren, Direktoren (und jeweils auch -innen), geht. Nicht sagen tut man: "I geh heut Abend in die Burg und schau mir den König Ottokar an".

Kommentar am 20.01.2008
Kennt sich keiner mehr aus? Im Laufe seiner Geschichte trug das Theater verschiedene Namen, zuerst k.k. Theater nächst der Burg, dann bis 1918 k.k. Hof-Burgtheater und seither Burgtheater. Vor allem in Wien wird es häufig kurz „Die Burg“ genannt, die Ensemblemitglieder kennt man als Burgschauspieler.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Burgtheater]

Kommentar am 20.01.2008
Artikel: Seit einem halben Jahrhundert wieder voll da:
Fünfzig Jahre „Burg“ und Oper neu
15.Oktober 1955 – Wiedereröffnung des im Krieg ausgebrannten Burgtheaters. 5.November 1955 – Wiedereröffnung der 1945 zerstörten Wiener Staatsoper.
Artikelserie in ´DIE MUNZE ´ 16. Jahrgang 4. Ausgabe Sept./Okt. 2005
[http://www.austrian-mint.com/cms/download.php?downloadId=100&languageId=1]

Kommentar am 25.03.2010
Nicht jede Burg ist gleich ein Burgtheater.
Eine bessere Eintragung zur besseren Kenntlichkeit für Unwissende wär sehr zu empfehlen.

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Burg






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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