Dein Österreichisches Wörterbuch

einen Karl haben/sich einen Karl machen

Spaß haben/sich (einen) Spaß machen


Erstellt am: 12.03.2008

Bekanntheit: 33%

Beurteilung: 3 | 0

Kommentar am 12.03.2008
Passend zum Georg soll der "Karl" hier auch seinen Platz finden *g -sh-

Kommentar am 19.03.2008
Artikel Wiener Zeitung .at - Auszug Äußerst beliebt in Wien und seiner Umgebung ist die Redewendung "einen Karl haben/sich einen Karl machen" in der Bedeutung "Spaß haben/sich (einen) Spaß machen." Dies beweist etwa eine Werbekampagne der Ottakringer Brauerei unter dem Slogan "Wir haben uns an Koarl g'mocht" für das Bier-Limonade-Mischgetränk "a Koarl". Und der Musiker Roland Neuwirth nannte eine seiner letzten CD-Veröffentlichungen "I hob an Korl mit mir". In merkwürdigem Widerspruch zu ihrer heutigen Beliebtheit steht allerdings die spärliche historische Überlieferung der Redewendung sowie die bisher nicht beantwortete Frage ihrer Herkunft. -sh-

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einen Karl haben/sich einen Karl machen






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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