Dein Österreichisches Wörterbuch

Doppler , der

Erneuerung der Schuhbesohlung


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 29.03.2008

Bekanntheit: 47%

Beurteilung: 4 | 1

Kommentar am 29.03.2008
Bitte: Steinigt´s mich nicht wegen der ´deutschen Übersetzung´, mir is nix bessas eigfoin. (Anfänglich stand da: "Schuhsohlenreparaturaufdoppelung")

Kommentar am 29.03.2008
Doppler = Schuhbesohlung

Kommentar am 29.03.2008
Schuhbesohlung ist ja die bereits vorhandene auch. Der ´Doppler´ kommt da noch drauf! Ansonsten: Danke für den Vorschlag!

Kommentar am 29.03.2008
Vorschlag: Erneuern/Reparatur der Schuhbesohlung

Kommentar am 29.03.2008
Schuhbesohlung (2) Was Ihr meint ist die Schuhsohle. Schuhbesohlung ist das Erneuern der Schuhsohle, auch wenn es Euch nicht geläufig ist.Warum schaut Ihr nicht erst in google nach, bevor Ihr mich immer zusammenhaut?

Kommentar am 29.03.2008
Du Halawachl: des nemma

Kommentar am 29.03.2008
bevor Ihr mich immer zusammenhaut? Yana!!!
Keiner haut Dich zsamm, wir diskutieren

Kommentar am 29.03.2008
Auch nach längerem googlen ... Dass mit Besohlung nur die Erneuerung und nicht schon die bereits vorhandene Schuhsohle gemeint sein könnte, ist mir nicht aufgefallen.

Kommentar am 30.03.2008
Die Erneuerung der Schuhsohle heisst - wenn schon, denn schon - Neubesohlung. Wer das ´Neu´ weglässt, der muss vorher mit sohlenlosen Schuhen unterwegs gewesen sein!

Kommentar am 30.03.2008
ergänzend: sich die Schuhe doppeln lassen; Beispiel: Oh je, diese Schuhsohle ist ja fast durch, ich muss mir die Schuhe bald doppeln lassen.

Kommentar am 30.03.2008


Kommentar am 30.03.2008
Du, meli! Die HeleneT hat
doppeln
eingetragen. Ich glaube auch ´doppeln lassen´ ist die richtige Wortwahl. Außer, natürlich, wenn Du Schuster bist, dann kannst die Schuhe auch selber doppeln.
Zum von mir eingetragenen Wort fällt mir noch eine Redewendung der Maria Zell Wallfahrer ein: ´Das muss einem schon einen (Schuh)doppler wert sein!´ vlG JoDo

Kommentar am 30.03.2008


Kommentar am 31.03.2008
Vieles schon gesagt dazu und jeder hat ein wenig recht. Einige Infos auch von mir, die sicher es noch weiter auflösen.
Da muss man erstmal ausholen, wo das Wort doppeln herkommt.
Im Mittelalter war das Schuhwerk recht einfach gestaltet. Ein Weichleder wurde dem Fuß ähnlich zugeschnitten und Laschen über dem Fuß mit einem Band - dem Schuhband eben zugebunden.
Der Schuh war echt bequem , weil er ergonomisch angepasst war und der natürlichen Form entsprach. Der Laufbereich vorne war jedoch recht schnell abgenutzt und eine Verstärkung wurde angebracht.
Eine zweite stabile Sohle wurde angenäht, die Lauffläche verdoppelt. Dies war aber nicht namensgebend für doppeln.
Die Naht die Schuh und Sohle verband, wurde durch eine Doppelnaht erreicht.

Der Schuh wurde also "gedoppelt". Diese Bezeichnung lebt bis heute weiter, wenn man eine Sohle erneuert.
Doppler ist also eine Bezeichnung für eine Sohle, doppeln - heute und früher eine Sohle an den Schuh anbringen. Heute dann eben neu besohlen.

Eine weitere interessante Info wäre der Flickschuster. Ebenfalls im Mittelalter gab es Schuster, die defekte Schuhe aufkauften und die alte Sohle abtrennten, eine neue Sohle aufdoppelten und eine fast neuwertigen Schuh verkaufen konnten. Der daraus entstandene Schuh war allerdings kleiner, weil die Doppelnaht -alt- nicht mehr verwendbar war und so unter der neuen Sohle verschwand.
Es gibt heute noch Schuhmacher, die bieten als Leistung das Anbringen von Absätzen und Dopplern an.

Meine Übersetzung wäre für Doppler (Laufsohle), doppeln ( neu besohlen ).
Ich denke und hoffe , dies war informativ und klang nicht zu langweilig.
-sh-

Kommentar am 31.03.2008
... war nicht langweilig! interessante Informationen!
Danke "shadow"

Kommentar am 31.03.2008
Genau! Das ist doch vielleicht sogar das Schönste bei Ostarrichi, wenn wir derart gemeinsam "wandern". Man lernt eine Menge dabei - und es ist kooperativ und ich würd' es sogar ein Gemeinschaftserlebnis nennen wollen. Auf gut österreichisch: Good fun. Gruss an Euch, Hlw.

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Doppler






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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