Dein Österreichisches Wörterbuch

bakschierlich

niedlich, anmutig


Art des Eintrag: Adjektiv

Kategorie: Veraltet, Historisch

Erstellt am: 12.06.2008

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 0

Kommentar am 13.06.2008
Da gibt´s drei Einträge mit vier verschiedenen Schreibungen!
bagschierlich
backschierlich
bakschierlich
NOCH gelesen: badschierig, batschierlich, patschierig, bugschierlich, pakschierlich
Was stimmt jetzt?

Kommentar am 10.06.2012
So schreiben's Peter Wehle, H.C. Artmann u.a. Peter Wehle:bakschierlich: hübsch, gut gebaut ( "Sprechen Sie Wienerisch?" Von Adaxl bis Zwutschkerl, 1980)

VATER UBU: Jö, das liebe Hunderl, is des aber bakschierlich.
SCHLÄUCHERL: Seids wahnsinnig? Das is ja a ausgwachsener Bär. Wo san meine Kugeln, schnell!
VATER UBU: Was, a Bär, und dazu no so a Murztrumm Viech?
(H. C. Artmanns „Wiener Fassung“ von Alfred Jarrys „Ubu Roi“)

Zu Schwarzer sagte sie: »Die Kleine hat ein süßes Gfrieß. Und ihre Tutteln und der Hintern sind auch ganz bakschierlich. Also ich könnt' mir vorstellen, sie zu engagieren.« /Gerhard Loibelsberger: Reigen des Todes. Histor.Roman)

Ein überzeugendes Geschwisterpaar gaben Herr Thimig und Fräulein Seidler süß und bakschierlich (Margret Dietrich: Max Mell als Theaterkritiker)

Sie hatte schönes, blondes Haar, war musikalisch, hatte eine hübsche Stimme und war recht ,bakschierlich' , wie der Wiener sagt.( Drothea Muthesius, » Schade um all die Stimmen ...«. Erinnerungen an Musik im Alltagsleben)

...es war prächtiges Komödienspiel: Susi Peters überaus bakschierlich als Objekt der häuslichen Tyrannei und der erotischen Neugier ihrer Umwelt(Neues Forum Bd. 9, 1962)



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bakschierlich






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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