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Schwammerl, närrisches

das, dem - sei, -en -n
[ narrische Schwammerl ]

Giftpilz


Wortart: Substantiv
Kategorie: Essen und Trinken Zwischenmenschliches
Erstellt von: nicolai
Erstellt am: 04.12.2011
Bekanntheit: 100%  
Bewertungen: 1 2

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Kommentare (5)


Redewendung:
Hast du narrische Schwammerln gegessen?
JoDo 04.12.2011


Nicht jeder giftige Pilz ist ein "Zauberpilz"
Muscimol und die richtige Menge der Ibotensäure machen's, dass man 'high' wird, bes. die im Fliegen- und im Pantherpilz.Die Ibotensäure ist zwar auch im Knollenblätterpilz, doch wer den isst, der muss selber schon vorher narrisch sein! Psilocybin erzeugt ähnliches Narrischsein, aber der klassische LSD-Rauschpilz(-Ersatz), der auf den Wiesen wachsende Kahlkopf, wird allzu leicht mit höchst giftigen Orellanin-Pilzen verwechselt - Nierenversagen und lebenslange Dialyse sind die Folgen.
Koschutnig 04.12.2011


Ein Experte für narrische Schwammerl..
bin ich nicht, aber ich habe solche beobachtet. Die halluzinogenen oder jedenfalls psychotropen Schwammerl sind recht klein und kommen besonders auf dem Hochschwab, aber auch im Waldviertel vor. Die Wirksubstanz(en) kenne ich nicht, aber die Kleinen haben nichts mit Fliegen- oder Pantherpilzen gemein und sind auch nicht giftig im organischen Sinn. Durch Koschutnigs Beitrag erfahre ich, dass die narrischen Schwammerl aus meiner Erinnerung korrekt Kahlkopf heißen - das wäre dann wohl die richtige Übersetzung, Giftpilz ist zu allgemein.
klaser 07.12.2011


Schwammerlsuachn ?
I maan, i wüü jo net hußn (leitet sich übrigens von Jan Hus und den Hussiten ab), aber Psilocybin findet sich im südamerikanischen Teonanacatl-Pilz, während LSD ja wohl ein Derivat des hochgiftigen Mutterkorn(schimmel)pilzes ist und durch chemische Laborprozesse gewonnen wird.
Und die Redewendung von den "narrischen Schwammerln" bezieht sich wohl kaum auf irgendwelche "Kahlköpfe" im Speziellen, sondern durchaus auf giftige oder bewußtseinsverändernde Pilze im Allgemeinen; und wenn schon ein bestimmter Pilz, so dürfte doch eher der in unseren Gefielden recht häufige Fliegenpilz gemeint sein, der, wenn mir die Bemerkung erlaubt ist, nach sorgfältiger Entfernung der stark Muscarin- und Atropinhältigen Haut durchaus einen respektablen Drei-Sterne-Speisepilz abzugeben in der Lage ist...äh...hüstel...äh...also, Verantwortung übernehm´ ich keine für eventuelle diesbezügliche Versuche...
nicolai 24.12.2011


... lese gerade:
"... So sei das Verbot von „Magic Mushrooms
“ also psychoaktiven Pilzen „absurd“ und „blödsinnig“, sagte er der BBC. Denn damit könne die Wirkung des Stoffes Psilocybin, der etwa gegen Depressionen eingesetzt werden könnte, nicht erforscht werden."
http://orf.at/stories/2177030/2177045/
und: "Hierbei stellte sich heraus, dass Psilocybin Cluster-Kopfschmerzen besser als herkömmliche Medikamente vorbeugt und bei einer akuten Attacke effektiver wirkt als die Gabe von Sauerstoff."
http://de.wikipedia.org/wiki/Psilocybin
interessant!
JoDo 17.04.2013





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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