Dein Österreichisches Wörterbuch

Bummerl, ein Bummerl bekommen

Beim Schnapsen verlieren.


Erstellt am: 18.10.2005

Bekanntheit: 88.8889%

Beurteilung: 10 | 1

Kommentar am 23.06.2007
Man kann (beim Zweierschnapsen) pro verlorenem Spiel ein, zwei oder drei Bummerln bekommen, je nach Punktestand des Verlierers zu Spielende. Man sagt dann "Es geht ein Einser, Zweier, Dreier [auch Schnapser genannt, wie bei vielen "zu-Null-Spielen üblich]). Wer als Erster sieben Bummerln hat, hat die Runde verloren. 0 : 7 Bummerln heißen (natürlich, möchte man fast sagen) Schneiderpartie.

Kommentar am 26.06.2007
Fatal error occurred! Mehr noch als dass mir so ein blödsinniger Fehler passiert ist, ärgert mich, dass ihn keiner reklamiert hat. Ich habe unter "Bummerl" die Ausdrücke "Schnapser" und "Schneider" verwechselt. Seid ihr alle so höflich und wollt mich nicht kränken, oder hat das (von den inzwischen ca. 100 Lesern) wirklich keiner bemerkt? Ich glaube, wenn ich schreibe "Hundstrümmerl" = österreichische Schokoladespezialität, regen sich von 100 auch höchstens 98 auf. Der Fehler ist jetzt ausgebessert und die reparierten Stellen können besichtigt werden. (Derzeit hält "Bummerl" bei 205 Aufrufen, wollma schaun, wie viele es heute Abend sind).

Kommentar am 25.08.2007
Super Wort, Der EIntrag gehört aber an die seither gehobenen Ansprüche angepasst.

Kommentar am 26.08.2007
Mit dem Schnapsen bin ich aufgewachsen: Üblicherweise wird von 7:7 runtergeschrieben bis einer bei Null angelangt ist . Das BUMMERL ist das Endergebnis der Partie, dazwischen geht ein , einser, zweier oder dreier zum runterschreiben von 7 auf Null. (Eigenheit der Steirer:DIE SCHREIBEN AUCH RAUF)
Nachzusehen bei Spielregeln-Begriffserklärungen: [http://www.schnapsen.at/]

Kommentar am 23.06.2008
. Bummerl bzgl. Schnapsen: + Sieben Verlustpunkte beim Zweierschnapsen + 24 Verlustpunkte beim Dreier- und Viererschnapsen

Kommentar am 23.06.2008
. Bummerl bzgl. Schnapsen: + Sieben Verlustpunkte beim Zweierschnapsen + 24 Verlustpunkte beim Dreier- und Viererschnapsen

Kommentar am 14.12.2008
Danke Amalia für den Link. Habe zur Kur in Bad Gastein gern mit den Ösis geschnapst und manches "Bummerl" gefangen. In D(zumindest in Sachsen)kennt ja kaum einer das Spiel, aber mir gefällt's.

Kommentar am 03.12.2009
Ein Spiel bis zum "Bummerl" dauert in der Regel 7 Zähler. Sieger ist, wer zuerst von 7 herab die Null erreicht.
Kommt der Gegner gar nicht zum "Anschreiben" (0 Zähler), dann spricht man von einem "Schneider"!
Zähler:
3 Punkte, wenn der Gegner keinen Stich machen kann,
2 Punkte, wenn der Gegner weniger als 33 Punkte erzielt hat,
1 Punkt, wenn der Gegner über 33 aber unter 66 Punkte hat oder aber vergessen hat, "genug!" zu verkünden.

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Bummerl, ein Bummerl bekommen






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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