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Hotter

Gemeindegrenze


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Orts- und Raumangaben

Erstellt am: 11.03.2015

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 11.03.2015

Hotter - ostösterr. dial. für 'Feld-, Besitz-, Gemeindegrenze’
Hans Gehl, Wörterbuch der donauschwäbischen Lebensformen (2005):http://tinyurl.com/lkgwefw:
Hotter kommt von ung. határ = Grenze und bedeutet Gemarkung..
Mathias Beer,Dittmar Dahlman, Migration nach Ost- und Südosteuropa vom 18. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts (1999) S. 307:http://tinyurl.com/llj48ve
Jedoch war's nicht immer Dialekt:
...3 km westlich von Mariasdorf, an dessen Hotter die Gemarkung von Willersdorf grenzt.
Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, Band 30 (1900):http://tinyurl.com/pv4vejq
Und im Burgenland, dem ehem. "Westungarn", lebt es halboffiziell weiter:
Kemeten ist eine Gemeinde im Bezirk Oberwart im Burgenland in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Vaskomját. [...] Von kleineren Scharmützeln mit der Oberwarter (Felsőőr) und Unterwarter kleinadeligen Bevölkerung wird um das Jahr 1482 berichtet. Es ging dabei um die exakte Verlegung der Hottergrenze im Streit mit Georg Baumkirchner.
Wikipedia, "Kemeten":https://de.wikipedia.org/wiki/Kemeten
Seit Dez. 2014 erklärt ein Meidlinger Techniker aus NÖ in der Wikipedia (noch):
als '''Hotter''' bezeichnet man im im Osten Österreichs mundartlich eine Feld-, Acker- oder Besitzgrenze außerhalb des verbauten Gebietes eines Ortes. Immer mehr Gemeinden greifen diesen heute nur mehr wenig gebräuchlichen Ausdruck bei z.B. ortshistorischen Wanderungen wieder auf und veranstalten regelmäßig den sogenannten ''Hottergang''.
Wikipedia, Hotter (Begriffsklärung):https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hotter&diff=next&oldid=136889903
...Der Autor vertrat darin die These: „Während unsere Landsleute anderer Nationalität vornehmlich in wohlhabenden Bauerndörfern leben, sind die von Latifundien umgegebenen, keinen Hotter (Gemarkung) aufweisenden, übervölkerten Kleinhäuserdörfer, diese unglücklichen Stätten des Elends, durchwegs madjarisch
Norbert Spannenberger, Der Volksbund der Deutschen in Ungarn 1938 - 1944 unter Horthy und Hitler (2005):http://tinyurl.com/pcly4tq
Einigermaßen angestaubter Fund aus dem altösterr. Prag:
Die Besitzregulirung in Ungarn war zugleich eine Hotter- (Gemeindegemarkung)- Regulirung, worüber wir hinaus sind
Franz Seidl, Materialien zu legislativen Fragen des böhmischen Landtages I. Freitheilbarkeit oder Bodengebundenheit? Prag 1863:http://tinyurl.com/mhhtyo8


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Hotter






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
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