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alleried / alle Ried

häufig, wiederkehrend Riede sind Flurbezeichnungen, ein Riedstein bezeichnet ein Ende des einen, den Beginn des neuen Riedes. Wenn man jetzt zB einen Feldweg entlang geht kommt immer wieder ein Riedstein. Deshalb verwendet man im Burgenland für etwas Wiederkehrendes auch gern "alle Ried" Beispiele: Im Winter habe ich "alle Ried" (im Sinne von alle paar KM) einen neuen Steinschlag auf der Winschutzscheibe. Bei Herbstwetter muss ich "alle Ried" (häufig) das Haus aufwaschen.


Art des Eintrag: Wendung

Kategorie: Humorige Bezeichnungen, Veraltet, Historisch

Erstellt am: 23.06.2016

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 0

Kommentar am 24.06.2016
Das gibt's in einer Reihe deutscher Dialekte, z. B. am Rhein:

Alle Ritt: jeden Augenblick, oft. "Dä kimmt alle Ritt!" "Dat Kend fällt och alle Ritt!"
Wörterbuch der Coblenzer Mundart (1869):http://tinyurl.com/jaegoww
Vgl. die Einträge alle Ritt und alle Ritt lang, die an eine Herkunft des Begriffs vom Reiten denken lassen, wohingegen "Ritt" die Bedeutung "Mal" gehabt haben soll. Aber auch alleried hatten wir bereits, einen der 7 "blackrose"- (User # 306-) Einträge, der vor 1 Jahr von "opa" zwar wohl nicht grundlos, aber leider ohne Begründung entfernt worden ist

Kommentar am 24.06.2016
Erstaunlich: Sogar im Wörterbuch der lothringischen Mundarten ist's enthalten, allerdings, wie zumeist, in einer vom Eintrag sehr versch. Deutung und Schreibung:
alle-ritt [àlərit Av. Lix. Sgd.; aləmret Bo.; àlret Si.] adv. jedesmal, so oft sich die Gelegenheit bietet: a. do sin jedesmal da sein .
Wb der deutsch-lothringischen Mundarten, Bd. 1, Spalte 6b:http://tinyurl.com/zwlq7wb
und im Elsässischen Wb. und anderen dt.Mundart-Wb ebenfalls.

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alleried / alle Ried






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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