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Fremdenpolizei , die, -, keine

Ausländerbehörde, Ausländeramt


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 03.02.2018

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 03.02.2018

Die Tricks der Fremdenpolizei Die Fremdenpolizei befindet sich mitunter in dem rechtlichen Dilemma, dass sie Fremde, die in Österreich mit einem Aufenthaltsverbot belegt sind, nicht abschieben kann.
derStandard.at, 6.10.2009:https://tinyurl.com/ybx4n97y
Mir wurde die Befragung durch dieFremdenpolizei erspart. Ich musste jedoch ein persönliches Schreiben (wie ich meinen Partner kennen gelernt habe etc.) bei Visabeantragung abgeben. Dieses Schreiben wurde an die Fremdenpolizei übermittelt.
Ausländer.at Forum, 24.12.2008:https://tinyurl.com/yde5atfy
Bei der "Fremdenpolizei Als Ausländer müssen S' Ihnen melden! Im Paulustor. Bei der Polizei!“ So sprach die Sekretärin der Musikhochschule. Ich marschierte zum Stadtpolizeikommando in der Paulustorgasse und wurde vom Portier zum Hintereingang geschickt. Der Eingang zur Fremdenpolizei befand sich auf der Stadtparkseite [...] Eine Nummernausgabe oder Gangschleife wie im Flughafen war der Fremdenpolizei unbekannt. Mir schien der Begriff "Fremdenpolizei" etwas unscharf. Manche "Fremde" lebten seit Jahrzehnten in Graz und kannten die Stadt besser als viele Eingeborene.
Jörg-Martin Willnauer, Die Gulaschhütte. Stadtroman in 50 Bildern (2014):https://tinyurl.com/yc7rehbv


Kommentar am 14.11.2019
Auch in der Schweiz gibt es in verschiedenen Kantonen eine „Fremdenpolizei“, s.
Vereinigung der kantonalen Fremdenpolizei-Chefs c/o Fremdenpolizei des Kantons Wallis Tel. ++41 27 606 55 52 Av. de la gare 39, CH-1950 Sion
SSO.ch:https://tinyurl.com/yhlzvvdz
, in anderen heißt die Behörde Migrationsdienst, Ausländeramt, Amt für Ausländerfragen, o.ä.

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Fremdenpolizei






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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