Dein Österreichisches Wörterbuch

Gweisat , das

Wochenbettbesuch und -geschenk


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 01.12.2018

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 0 | 0

Kommentar am 01.12.2018
vgl. Eintrag ins Weisat / in die Weisat gehen „<>Gweisatgehn“, so heißt z. B. im oberösterr. Attergau das, was sonst i.A. eher ohne anlautendes G- ist -:

Kräht übers Jahr im Hause des jungen Ehepaares ein Kindlein in der Wiege, dann kommen zur jungen Mutter die Geschwister und Nachbarinnen zum „Gweisat“, das heißt, sie bringen kleine Geschenke, um die junge Mutter zu erfreuen und wiederum Glück zu wünschen.
AtterWiki: https://tinyurl.com/ho3afnb
Das "Gweisat" ist ja auch Bayrisch in versch. Gegenden und so heißt es wohl in historischer Sprachgemeinsamkeit auch in den salzburgischen Fuschler Zeitspuren, "damit es nicht vergessen wird":
weisn, weisn gẽ: bei der Hochzeit oder bei der Geburt eines Kindes ein Geschenk überbringen Gweisat, s, Geschenk, das man bei oben genannten Anlässen übergibt
Fuschler Zeitspuren: https://tinyurl.com/y75agye6


Kommentar am 01.12.2018
2 Besuche, 2 Geschenke
weil s’ so nett sind:
GWEISAT BEI PLAINER ANDREA UND FRANZ Im Herbst besuchte das Kommando der FF Walchen den kleinen Daniel Plainer, der am 29. September 2015 auf die Welt kam, und überbrachte ihm ein Gweisat. Bei der Geburt wog Daniel 3570 Gramm und hatte eine Größe von 49 cm. Für seine Zukunft wünschten ihm die Mitglieder des Kmmandos alles erdenklich Gute, Glück und Gesundheit [...] GWEISAT BEI KRUG DAVID UND KLARA Am 3. März 2016 besuchte das Kommando der FF Walchen die kleine Lena Franziska Krug, die am 7. Oktober 2015 auf die Welt kam, und überbrachte ihr ein Gweisat. Bei der Geburt wog die neue Erdenbürgerin 3635 Gramm und hatte eine Größe von 52 cm.
FF Walchen, Gem. Vöcklamarkt: https://walchen.jimdo.com/t%C3%A4tigkeiten/2015/


Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

Gweisat






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.