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Bauch pinseln, jem

jem. schön tun; verg. Goderl kratzen


Art des Eintrag: Wendung

Erstellt am: 10.07.2006

Bekanntheit: 70%

Beurteilung: 3 | 1

Kommentar am 29.01.2012
Bauchpinseln oder Bauchpinseln - beides ist in D bekannt, wobei scheinbar im Westen mehr gebauchpinselt und im Osten mehr gebauchmiezelt wird - im positiven wie im negativen Sinne.
Man kann sich gebauchmiezelt fühlen, wenn man (vielleicht etwas überschwänglich) für irgendwas gelobt wird.
Aber mancher wird gebauchpinselt, um eine bestimmte Leistung zu ergattern.

Kommentar am 29.01.2012
Import * Die Berliner taz titelt: "Kreml gebauchpinselt " [http://www.taz.de/!37200/]
*die Hamburger ZEIT hat: manch geladener Korrespondent und Redakteur fühlte sich mächtig gebauchpinselt (28.8.2008) oder Die Botschaft an Europäer, die sich mit dem Gedanken tragen, ihr Geld in Asien anzulegen, ist deshalb klar: Lassen Sie sich nicht von den Börsenmaklern bauchpinseln . (28.9.2000)
* Duden online meint: wohl zu: Pinsel = Penis; vielleicht vom Liebesspiel
* Das «Lexikon der bedrohten Wörter» hat nach den schönsten der bedrohten deutschen Wörter gesucht. "bauchpinseln" wurde von der Jury aus Schriftstellern, Journalisten und Germanisten auf Platz 5 gesetzt. [http://tinyurl.com/3y3jqu]
Wohl damut das Wort nicht ausstirbt, hat Heike Wiechmann eine Postkarte "Bauchpinseln" gestaltet; die gibt's vom deutschen Mabuse-Verlag (Frankfurt/Main) zu 95 Cent, ab 10 Stück billiger. [http://tinyurl.com/6we5fs8]

Kommentar am 29.01.2012
verkehrtherum ghöratats eingetragen: Goderl kratzen; verg. jem. schön tun - Bauch pinseln, jem
jemandem das Goderl kratzen

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Bauch pinseln, jem






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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