Dein Österreichisches Wörterbuch

fäulen

muffeln, stinken (wörtlich und übertragen)


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 14.09.2006

Bekanntheit: 60%

Beurteilung: 6 | 1

Kommentar am 07.11.2006


Kommentar am 28.12.2009
Da steht in der gscheiten ´wikipdeia´: [http://de.wikipedia.org/wiki/Foetor_ex_ore]
Mundgeruch (Halitosis, Foetor ex ore) ist unangenehmer Geruch des Atems.
Also, dass unser ´fäu´n´ aus dem Lateinischen kommt, ist mir auch neu!
lat.: Foetor ex ore
öst.: ... aus da Babb´m fäu´n ...

Kommentar am 15.02.2012
Hallo JoDo Ich kenne das Wort von meinem Sohn. Es wird allerdings als müffeln, Zitat: "da müffelts", verwendet. In Deutschland hieße es dann wahrscheinlich hier riecht es, stinkt es... lg. pedrito

Kommentar am 31.03.2012
tja der Kontakt zwischen Römern und Germanen läßt sich nicht leugnen :-) Ein häufiger Ausruf in Wien und Umgebung "Pfau, da fäult's!"

Kommentar am 21.12.2012
"Pfau, da fäult's!" Ja dies hört man in der Bim des öfteren... ;-)

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fäulen






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.