Dein Österreichisches Wörterbuch

Servas

Hallo bzw. Tschüss


Erstellt am: 31.01.2007

Bekanntheit: 50%

Beurteilung: 9 | 2

Kommentar am 31.01.2007
Steiermark? Wird servas = tschüss auch in anderen Bundesländern verwendet?

Kommentar am 01.02.2007
siehe 259, 488, 7816

Kommentar am 30.12.2007
Servas in anderen Bundesländern benutzt? aber sicher, z.B. in Oberösterreich

Kommentar am 21.05.2009
Burgenländer sagens auch! Servas oder seas sind bei uns weit verbreitet - zumindest unter der Jugend! ps das ungarische szia (ugs Tschüss) lässt Rückschlüsse vermuten - also nehmt mir nicht meine Standard-Begrüßung weg! gg Bin Bglder und werd weiterhin anstatt eines Hallo Servas sagen... gg

Kommentar am 23.05.2009
Hallo ist für mich deppert oder hilflos, z.B weil man die Du/Sie-Frage vermeiden möchte. Aber was soll ich machen, wenn es sich zunehmend durchsetzt, vor Allem bei den Jungen? Altmodisch werden... "Der Hallo is scho g'sturm und liegt glei neman Heast am Friedhof" versteht schon keiner mehr.

Kommentar am 27.11.2015
Naja: "Hallo" ist früher in Wien am Telefon üblich gewesen, wenn angeläutet wurde, und auch beim Anrufen bestimmter Personen; etwa des Fiakers ("Hallo! Fuhre!", des Taxlers oder "Hallo! Taxi!") auch des Dienstmanns (siehe Filmtitel "Hallo Dienstmann!")! Wie in anderen Aussagen zum gleichen Wort: das "Servus" ist im Wiener Raum nur unter Personen, die miteinander per-Du sind, üblich! Die Aussprache "ServAs" - also mit "a" - ist aber in Wien nur in unteren sozialen Schichten üblich. Ich persönlich empfinde das "Servas", wenn es mit "A" gesprochen wird, als eine Herabwürdigung, Geringschätzung, Herablassung!

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Servas






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.