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Schlawanker



meist pompöse auffällige Mode (Mantel)


Wortart: Substantiv
Erstellt von: shetlandpauli
Erstellt am: 16.04.2007
Bekanntheit: 50%  
Bewertungen: 2 0

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Kommentare (1)


Ist die angeführte Bedeutung nun Bedeutungseinengung oder -verschlechterung oder -übertragung oder...? Denn:
Was gehört alles zur Tracht?
Zur Tracht gehört vor allem das dazu passende Beiwerk.
Bei einer Frauentracht
[...]
• Als Überbekleidung nimmt man den Schlawanker oder den Spenser.
• Seidentücher trägt man vorwiegend als Halstuch unter dem Schlawanker.
source: Bund der heimat- und Trachtenvereine Kärnten

Oder:
Anfangs bestand das Dirndl aus einem einfachen Leiblkittel, aus Baumwolle oder Leinen als Arbeitsgewand. Darunter trug man manchmal ein Ärmelhemd, darüber ein Schurz und bei Kälte einen Schlawanker (=Dirndljacke).
source: Wienerin.at
oder mit Bild:
Schlawanker
Die Dirndljacke vom Profi.
Von der Firma Wenger gemacht und aus Oberösterreich stammend ist dieses Stück mit Falten an den Schultern versehen
source: Heu und Stroh

Allerdings zugegeben: In Bayern - nicht in Österreich! - wurden die Jacken im Laufe der Zeit immer prächtiger uns pompöser. Aber wurde das auch in den österr. Sprachgebrauch übernommen?
Koschutnig 08.10.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Technikwerker UrImmun UrImmun