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Kredenztischler : Uniformierter; Polizist


-1

Kredẹnztischler

der, -s, -
Uniformierter; Polizist


Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Humorige Bezeichnungen

Tags: wienerisch

Erstellt von: Koschutnig am 15.Sep.

Region: Klagenfurt(Stadt) (Kärnten)

Gebrauch: Umgangssprache

Links: Österreichisches Wörterbuch : Kredenztischler V W

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Bekanntheit

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In seinem „Balkanesisch für Anfänger“-Sprachkurs Teil 16 empfiehlt ein Frankfurter Weinhändler den „Kredenztischler
Polizist; Tölpel; Dussel.(Ideal zu murmeln bei Verkehrskontrollen. Verstehn die nicht!!)
Quelle: Michael Risse, Weinhandel, Frankfurt
In dieser Reihenfolge deutet auch Wolfgang Teuschl in seinem Wiener Dialektlexikon den Kredenztischler
greden zdischla (m.) Polizist; Tölpel, Dussel
Quelle: Wiener Dialekt Lexikon, 2013)
Philipp Maurers stark angeheiterter Wiener jedoch hält ihn zunächst für einen Soldaten:
na, i bin augsoffn, so augsoffn wie heut war i überhaupt no nie, oei mir is schlecht.
was kummt denn da für a kredenztischler daher, jö der is vom bundesheer, oba na, ois zruck, der is ja von der polizei.
Quelle: Philipp Maurer, „Danke, man lebt“. Kritische Lieder aus Wien, 1987
Keinen Zweifel hinsichtlich der Uniform hegt der Verfasser des 'Profil'-Artikels nur 4 Jahre später:
Dann werden die Leser gneißen, daß a „Glycerinhütten" ein Gasthaus sein kann, daß man sich in sowas benehmen muß, sonst kriegt man einen „Lochspitz" („Tritt mit der Schuhsohle genau in den After"), oder es kommt der „Kredenztischler" (ein Polizist).
Quelle: Profil Jg. 22/1991

von Koschutnig am 15.Sep.

 


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Das österreichische Wörterbuch stellt eine Sammlung von österreichischen Wörtern dar um die Unterschiede des österreichischen Deutsch am Leben zu halten.

Derzeit sind über 1300 Wörter ins Wörterbuch aufgenommen wobei es weit mehr eingetragene Wörter gibt.

Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.