Dein Österreichisches Wörterbuch

Gögle

kleines Kind, Puppe


Erstellt am: 26.05.2008

Bekanntheit: 67%

Beurteilung: 3 | 0

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Kommentar am 28.05.2008
Pedrito, ist das aus Vlbg.? Die Endung -le (Verkleinerungsform) wäre typisch. Ansonsten sagt man dort auch "Gog" oder "Goga" (plural).

Kommentar am 30.05.2008
@ Weibi Kann ich nicht genau sagen, denke aber schon. Habe es jedenfalls wie auch anderes nur gehört. Goga kenne ich wiederum als Dummkopf. Ligrü. pedrito

Kommentar am 14.06.2008
Natürlich ein Diminutiv! Wälderisch: der(!) Gog = das Kind.
@Weibi: womit die von dir angesprochene Unsicherheit endgültig aus dem Weg geräumt sein sollte. Die Nachsilbe '-le' (natürlich auch in den südwestbairischen MA Tirols und Kärntens als '-ale' usw. vorkommend) ist übrigens ein guter Marker zum Abgrenzen des Vlbg/Liechtensteinischen gegenüber dem Schweizerdeutschen, wo man fast überall '-li' sagt. Kommt meines Wissens beides vom mhd. '-lîn' mit gleicher Bedeutung (vgl. nhd. 'Kind(e)lein'), während nhd '-chen' (z. B. 'Kind-chen')anscheinend eher aus dem Niederdeutschen kommt, wo z. B. die Frauennamen 'Wiebke' oder 'Frauke' daheim sind. Der angeblich friesische Name des Bond-Girls Famke Janssen ist somit besonders exotisch, denn er bedeutet, was man im Net so findet 'kleine Frau'. Dann kann 'Fam' aber wohl nur von frz. 'femme' kommen. Famke fatale also. Für Korrekturen meines auf laienhaftem Wissen beruhenden Exkurses bin ich durchaus dankbar.

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Gögle






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.