Dein Österreichisches Wörterbuch

Gogl , der

Freier


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 27.02.2018

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 27.02.2018

Gogln mögen keine verschwollenen Hurengesichter.
Günther Zäuner, Halbseidenes Wien (2016):https://tinyurl.com/yajc59ww
Gogl (abwertend, eher im Gespräch zwischen Prostituierten und gegenüber Zuhältern gebraucht)
Roland Girtler, Der Adler und die drei Punkte (2007):https://tinyurl.com/y9h5erey
Preisverhandlungen in zweiter Spur werden unter den Gleichgesinnten nicht mit nervenden Hupkonzerten geahndet, möchte doch jeder der geilen Gogln zu seiner Chance kommen. Entschwindet eine der Liebesdienerinnen nach erfolgreicher Preisverhandlung mit einem Freier in dessen Auto, heften sich deren Beschützer an ihre Fersen.
Karl Traunmüller, Linzer Rotlicht ():https://tinyurl.com/ybftsjhx
Niedertracht gegenüber Kunden findet sich übrigens auch in der Welt der Prostitution, in der der Kunde der Dirne abwertend und niederträchtig als »Gogl « ... bezeichnet wird. Niedertracht gegenüber Klienten, Kunden und »Gogln « ist ein weites Thema, wie ich hier zu zeigen versucht habe.
Roland Girtler, Bösewichte (1999):https://tinyurl.com/ydyqsljb
Wie oft bin i aun irgendan Bam in der Rustenschacherallee g'lahnt und hob auf de Gogln g'wort. Hob mir imma vorg'stellt, heute Nacht kummt ana, a Fescha, a G'stopfta
Günther Zäuner, Halbseidenes Wien (2016):https://tinyurl.com/y979u86z


Kommentar am 13.03.2018
Da es in dieser Umgebung augenscheinlich keine Gigl(n) gibt, wird sich's hier bei diesem Gogl wohl auch nicht um jenen handeln, der regelmäßig mit dem Gigl abwechselt wie im Eintrag " einmal der Gigl, einmal der Gogl"

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Gogl






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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