Dein Österreichisches Wörterbuch

Binokel

Fernglas


Erstellt am: 28.04.2011

Bekanntheit: 45%

Beurteilung: 6 | 2

Kommentar am 02.05.2011
Binokel ...ist weder "österreichisch" noch ein "Fernglas", sondern eine Brille (allgemein), gelegentlich auch ein "Operngucker", oder ein Kartenspiel

Kommentar am 18.06.2011
Im Allgemeinen eine Brille, aber auch als Fernglas in Verwendung.

Kommentar am 21.06.2011
Wie deine akribischen Aufzeichnungen belegen:
ZU RECHT!

Kommentar am 21.06.2011
Auch im "Wiki" gefunden !
[http://de.wiktionary.org/wiki/Binokel]
Teilzitat:
[1a] Ein bekanntes Beispiel für Binokulare auch Binokel genannt ist das Fernglas.
Zwar nicht typisch als D dort geführt, jedoch so gut wie nicht mehr draussen in Gebrauch.


Kommentar am 21.06.2011
Selbst der Duden.. erlaubt hier als Deutung : Fernglas.

[http://www.duden.de/rechtschreibung/Binokel]
1b(veraltet) Fernglas
Veraltet bestätigt in D selten bis nicht in Verwendung.
Wir sagen es gerne noch in der Ugs.


Kommentar am 21.06.2011
Nach der Verschriftlichung der Aussprache: DWDS: Binokel. das; -s; - ; Gebrauch: veraltet; Herkunft: Latein
♦ optisches Gerät für beide Augen, Antonym zu Monokel ⇓


Altes Beispiel für Feldstecher:
*vom 01.03.1916, Vossische Zeitung: "Ich eilte ohne Kappe, bloß mein Binokel krampfhaft umschlossen, in einen seitlichen Laufgraben, ... stieg mit meinem Binokel bewehrt die zwei Stufen zu meinem Ausguck empor"("Ein Tag in Beßarabien")

Beispiel für 'Kneifer', 'Zwicker' (d.i. Brille ohne Bügel) von Joseph Brodsky über einen russischen Intellektuellen des 19. Jh. in ZEIT ONLINE v. 10.03.1995:
* Wie stelle ich mir einen solchen Intellektuellen vor? Bart, Binokel, Liebe zum Volk. Lange Gespräche in einer Vorstadtdatscha über das Schicksal Rußlands [http://tinyurl.com/3pqe6xn]
*Thomas Mann, Buddenbrooks: Das Binokel fiel von seiner Nase (Ges. Werke, 1960, Bd. 1, S. 228)
* Thomas Mann: *Mein Vater war ein großer und breiter Herr in feinem Tuchrock und weißer Weste, auf der ein goldenes Binokel hing
*...indem er mit allen fünf Fingern sein rand- und bandloses Binokel erfaßte und mich zwischen diesen Fingern hindurch betrachtete ("Der Bajazzo", Ges. Werke Bd. 8, S.108 und 136)

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Binokel






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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